Kim Jong Il

Über die Juche-Ideologie

EINIGE PROBLEME ZUM VERSTÄNDNIS DER JUCHE-PHILOSOPHIE

Nach einem Gespräch mit Parteipropagandisten 2. April 1974

Vor kurzem erhielt ich von einem Gesellschaftswissenschaftler einen Brief, in dem er seine Meinung bezüglich der Juche-Philosophie darlegte.

Seinen Äußerungen nach zu urteilen, hat unsere Fachwelt, so kann man sagen, immer noch keine klaren Vorstellungen von dieser Philosophie.

Die Juche-Philosophie ist eine neue Weltanschauung, die vom Genossen Kim Il Sung begründet wurde.

Sie ist die Philosophie, die ihre vorrangige Aufmerksamkeit auf den Menschen richtet, eine Philosophie, bei deren Verwirklichung und Systematisierung der Mensch in den Mittelpunkt gestellt wurde. Das bedeutet aber nicht, dass sie eine Philosophie ist, die einfach theoretische Fragen über den Menschen untersucht und klärt. Vielmehr richtet sie bezüglich der Grundfrage der Philosophie ihre größte Aufmerksamkeit auf den Menschen und untermauerte die Ansichten über die Welt mit dem Menschen als Mittelpunkt, die klare Einstellung zur Welt.

Beurteilt man die Ansichten des Absenders des Briefes, so scheint es, als setze er die Juche-Philosophie mit einer Art Lebensphilosophie gleich. Solche Auffassungen treten auch bei einigen anderen Gesellschaftswissenschaftlern auf.

Jene Philosophie, die sich mit allgemeinen Menschheitsfragen beschäftigt, besteht schon seit langem und hat viele Strömungen. Sie alle haben jedoch lediglich die Frage des Menschen schlechthin zum Gegenstand. Diese Lebensphilosophie ist eine Art Existentialismus, der die ureigene Mission der Philosophie als Wissenschaft negiert und sich vordergründig mit den Fragen befasst: was ist der Mensch und was ist ein Menschenleben?

Die Juche-Philosophie ist aber etwas ganz anderes. Sie betrachtet die Stellung und die Rolle der Menschen, die sie in der Welt einnehmen, als die Grundfrage der Philosophie und stellt das philosophische Prinzip auf, dass der Mensch Herr über sämtliche Dinge ist und alles entscheidet. Die Grundfrage der Juche-Philosophie ist nicht einfach eine Frage nach dem abstrakten “Menschen”, sondern eine Frage nach dem Verhältnis zwischen Welt und Menschen, d. h. das philosophische Juche-Prinzip ist nicht eine einfache Lebensansicht, sondern ein Prinzip, das die Grundlage unserer Weltanschauung bildet. Die Juche-Philosophie stellt also die Basis jener Weltanschauung dar, bei der der Mensch im Mittelpunkt steht, eben der Juche­-Weltanschauung.

Die Juche-Philosophie hat auch den Auffassungen über den Menschen eine neue Basis gegeben.

Die Frage der menschlichen Existenz wurde, historisch betrachtet, zwar seit langem als Forschungsgegenstand der Philosophie zur Debatte gestellt, fand jedoch keine vollkommene theoretische Klärung. Die Klassiker des Marxismus setzten dialektisch-materialistische Auffassungen von den Menschen durch und erzielten so einen großen Fortschritt in der philosophischen Interpretation der Frage nach dem Dasein des Menschen. Sie definierten das Wesen des Menschen als das “Ensemble der gesellschaftlichen Verhältnisse und maßen der materiellen Produktion und den sozialökonomischen Verhältnissen die entscheidende Bedeutung bei. Obwohl sie dialektisch-materialistische Auffassungen vom Menschen vertraten, vermochten sie es noch nicht, die grundlegende Mission des Menschen als Beherrscher und Umgestalter der Natur und Gesellschaft allseitig zu umreißen.

Eine diesbezüglich vollständige Lösung, d. h. richtige philosophische Aussagen über die Stellung und Rolle des Menschen als die Natur und Gesellschaft beherrschenden und umgestaltenden Herren konnte erst die Juche-Philosophie geben, indem sie erstmalig bewies, dass Dschadschusong, Schöpfertum und Bewusstheit die wesentlichen Eigenschaften des Menschen, des gesellschaftlichen Seins, sind.

Die Juche-Philosophie und die Lebensphilosophie unterscheiden sich in ihren Konzeptionen über den Menschen grundsätzlich voneinander. Im Gegensatz zur Juche-Philosophie, die den Menschen als ein selbständiges, schöpferisches und bewusst handelndes gesellschaftliches Wesen ansieht, leugnen die Befürworter der Lebensphilosophie den sozialen Charakter des Menschen und sehen ihn als ein von Instinkten beherrschtes, von der Welt losgelöstes, isoliertes und zur Tat unfähiges Wesen an. Die bürgerliche Lebensphilosophie, die eine wissenschaftliche Erkenntnis und die revolutionäre Umgestaltung der Welt negiert, verbreitet Lebensüberdruss, Pessimismus und extremen Individualismus.

Wir müssen ihr reaktionäres Wesen genau erkennen und den eigenschöpferischen Charakter der Juche-Philosophie richtig verstehen, welche die Frage der menschlichen Existenz neu aufgeworfen und gelöst hat.

Es ist hierbei notwendig, auch neuere Ansichten über die Welt richtig zu verstehen, bei deren Formulierung dem Menschen die größte Aufmerksamkeit geschenkt wurde.

Die Juche-Philosophie untermauerte diese Ansichten sowie die positive Einstellung zur materiellen Welt, in welcher der Mensch in den Mittelpunkt gestellt wird. Eben hierin besteht ein wichtiges Merkmal der Juche-Philosophie als der revolutionären Weltanschauung unserer Epoche. Dadurch gab sie der Arbeiterklasse und den Volksmassen eine mächtige Waffe in die Hand, mit der sie imstande sind, die Welt zu verändern und ihre eigenen Geschicke zu gestalten.

Manche Leute stellen neuerdings die These auf, dass sich die Welt um den Menschen als Mittelpunkt bewege bzw. alle Veränderungen und Entwicklungen der materiellen Welt durch den Menschen vollzogen würden, und glauben damit eine Diskrepanz der Juche-Philosophie zu den früheren Philosophien gefunden zu haben.

Die materialistische Dialektik hat aber bereits erkannt, dass die Welt nicht aus ideellen Faktoren besteht oder aus dem Bewusstsein hervorgeht, sondern sich allein aus Materie zusammensetzt, dass sie sich nicht durch irgendwelche übernatürlichen Kräfte, sondern nach objektiven Gesetzen bewegt, verändert und entwickelt. Es ist eine unwiderlegbare Tatsache, dass die Welt ihrem Wesen nach Materie ist, dass sich die Einheit der Welt in ihrer Materialität darstellt und sie sich nach objektiven Gesetzen bewegt, verändert und entwickelt. Die Juche-Philosophie hat die Fragen neu beantwortet, wer Herr der Welt ist und worin die Kraft besteht, die es vermag, die Welt umzugestalten. Sie hat erstmals solche Auffassungen von der Welt dargelegt, dass Natur und Gesellschaft von den Menschen beherrscht und verändert werden, wodurch die Aufgaben unserer Epoche im Bereich der Philosophie, in der die Volksmassen als Herren ihrer eigenen Geschicke und der Geschichte auftreten, hervorragend erfüllt werden konnten.

Die Juche-Philosophie hat klargestellt, dass die Menschen, wie gesagt, Herren der Welt sind und die Welt von ihnen bezwungen wird. Sie beharrt jedoch nicht darauf, dass die materielle Welt sich um den Menschen als Mittelpunkt bewegt. Sie hat feiner festgestellt, dass die Menschen Umgestalter der Welt sind, was aber nicht bedeutet, dass alle Veränderungen und Entwicklungen der Welt von ihnen verursacht würden. Die Juche-­Philosophie so zu begreifen ist auf Unkenntnis zurückzuführen. Bei der Interpretation der von ihr untermauerten Ansichten über die Welt dürfen die Stellung und Rolle des Menschen keinesfalls falsch aufgefasst werden.

Es ist wichtig, genaue Kenntnisse vom Dschadschusong zu haben, um die Juche-Philosophie richtig zu erfassen.

Sie hat zum ersten Mal gezeigt, dass der Mensch ein gesellschaftliches Wesen ist, für das das Dschadschusong das Leben ist. Das bedeutet eine historische Wende bei der Klärung der wesentlichen Eigenschaften des Menschen, seiner Stellung und Rolle.

Zur Zeit machen sich jedoch falsche Auffassungen bei der Erörterung der Frage des Dschadschusong bemerkbar, das von der Juche-Philosophie erkannt wurde.

Manche Leute verstehen z. B., wie auch aus dem Brief eines Gesellschaftswissenschaftlers ersichtlich ist, das Dschadschusong des Menschen als etwas Entwickeltes und Abgeschlossenes bezüglich der natürlichen, biologischen Eigenschaften, die allen Lebewesen gemein sind, nämlich zu existieren.

Dschadschusong ist aber das inhärente Attribut, das der Mensch als gesellschaftliches Wesen besitzt, und darf daher nicht als eine Entwicklung und Vervollkommnung des natürlichen, biologischen Attributs der Lebewesen betrachtet werden.

Gegenteilige Ansichten sind dem Wesen nach evolutionäre Betrachtungsmethoden.

Natürlich verneinen wir die Evolutionstheorie selbst keineswegs. Die Wissenschaft hat ja schon vor langer Zeit bewiesen, dass der Mensch ein Produkt einer langen evolutionären Entwicklung ist.

Obwohl der Mensch ein solches Produkt darstellt, ist dessen Dschadschusong aber nicht das Produkt der Evolution.

Es ist ein Produkt, das die Gesellschaft hervorbrachte, und ein Attribut, das nicht die Natur, sondern die Gesellschaft den Menschen verliehen hat, das nicht von der Natur übernommen, sondern gesellschaftlich-historisch determiniert und entwickelt wurde. Während die Natur den Menschen das natürliche, biologische Attribut gibt, prägt ihnen die Gesellschaft das gesellschaftliche Attribut ein. Dschadschusong des Menschen kann als eine Forderung und Widerspiegelung des sozialen Lebens, der gesellschaftlichen Praxis bezeichnet werden.

Zweifellos muss man also, ausgehend von der evolutionären Entwicklung und verglichen mit den Lebewesen überhaupt, untersuchen, warum nur der Mensch Dschadschusong besitzen kann.

Dschadschusong des Menschen ist, losgelöst von dessen spezieller Physiologie, die in einem langen Evolutionsprozess entstand und sich entwickelte, undenkbar.

Aufgrund seines hoch entwickelten Organismus besitzt der Mensch die einzigartige Fähigkeit, zu denken und zu arbeiten, eine Fähigkeit, die anderen Lebewesen fremd ist, genauso wie auch Dschadschusong. Das heißt jedoch nicht, dass man es auch als ein Ergebnis der evolutionären Entwicklung ansehen darf, wie das heim menschlichen Organismus der Fall ist. Dschadschusong, das inhärente Attribut des Menschen, gab es in der Zeit vor der Existenz der menschlichen Gesellschaft auch in genetischer Form nicht und konnte es auch nicht geben.

Dschadschusong des Menschen unterscheidet sich qualitativ von dem allen Lebewesen innewohnenden instinktiven Attribut, einfach ihre physische Existenz aufrechterhalten zu müssen. Dschadschusong des Menschen ist ein Attribut, das darin besteht, nur als gesellschaftliches Wesen leben und sich entwickeln zu können. Es ist falsch, Dschadschusong, das den Menschen als gesellschaftliches Wesen auszeichnet, ausgehend vom instinktiven Streben nach Erhaltung der eigenen Art nachweisen zu wollen. Das würde nur zur Aufhebung der grundlegenden Unterschiede zwischen dein gesellschaftlichen Wesen und der Existenz der Natur, zwischen dem gesellschaftlichen Attribut und dem biologischen führen.

Dschadschusong, über das der Mensch als ein gesellschaftliches Wesen verfügt, ist in jedem Fall eine sozialhistorische Kategorie und muss daher vom geschichtlichen Standpunkt aus betrachtet und erkannt werden.

Man darf andererseits jedoch nicht annehmen, weil das Dschadschusong des Menschen nicht als ein natürliches Attribut der Lebewesen gesehen werden kann, dass man aufhören muss, den Menschen selbst als Bestandteil des materiellen Seins zu betrachten.

Der Mensch an sich ist zwar ein materielles, aber kein einschichtiges Wesen. Der Mensch kann, im Gegensatz zu anderen Lebewesen, die sich der objektiven Welt unterordnen und anpassen, entsprechend seinen Wünschen und Forderungen die Welt beherrschen, verändern und umwälzen. Wenn man Dschadschusong, das Attribut des Menschen, als ein biologisches Attribut ansieht, würde das letztendlich nichts anderes bedeuten, als dass die grundlegende Abgrenzung zwischen dem Menschen, dem gesellschaftlichen Sein, und dem Lebewesen überhaupt verwischt und die Stellung und Rolle des Menschen als des Beherrschers und Gestalters der Welt auf das Niveau der Kreatur überhaupt herabgesetzt wird.

Dschadschusong ist zwar ein wichtiges Attribut des Menschen, des gesellschaftlichen Seins, aber doch nicht die Gesamtheit aller gesellschaftlichen Attribute, die dem Menschen innewohnen. Zu ihnen gehören neben Dschadschusong auch Schöpfertum und Bewusstheit, die aber jeweils andere Seiten zum Ausdruck bringen. Dschadschusong ist ein Attribut des Menschen, als Herr der Welt und seines eigenen Schicksals selbständig leben zu wollen, Schöpfertum dagegen ist ein Attribut des Menschen, zielbewusst die Welt zu verändern und sein Geschick zu gestalten, und die Bewusstheit ist ein Attribut des Menschen, das seine gesamte Tätigkeit darauf ausrichtet, die Welt und sich selbst zu erkennen und zu verändern. Diese drei Faktoren unterscheiden sich voneinander, stehen aber in einem untrennbaren dialektischen Zusammenhang. Losgelöst vom Dschadschusong, vermag man weder das Schöpfertum konsequent zu verwirklichen noch kann ohne Schöpfertum das Dschadschusong wirksam werden. Dschadschusong und Schöpfertum setzen Bewusstheit voraus, die beides ermöglicht. Deshalb ist es bei der Erfassung der gesellschaftlichen Attribute des Menschen wichtig, Dschadschusong, Schöpfertum und Bewusstheit im Gesamtzusammenhang zu betrachten.

Die Juche-Philosophie hat die wesentlichen Eigenschaften des Menschen, seine Stellung und Rolle als Beherrscher und Gestalter der Welt neu durchdacht und der Würde und den Fähigkeiten des Menschen den höchsten Stellenwert zuerkannt. Das ist ein großes Verdienst der Juche-Philosophie, das von keiner anderen philosophischen Idee vollbracht werden konnte

Die Juche-Philosophie ruft bei den Völkern der Welt mit jedem Tag stärkeren Widerhall und leidenschaftlichere Sympathie hervor.

Wir müssen erreichen, dass die Gesellschaftswissenschaftler die Juche-Philosophie tiefgründig studieren, richtig erläutern und propagieren, um ihrer großen Bedeutung gerecht zu werden.

Auf das Dschadschusong und andere Probleme, die sich beim Studium der Juche-Ideologie ergeben, werde ich noch ausführlicher zu sprechen kommen. Deshalb schlage ich vor, meine Ausführungen noch nicht zu veröffentlichen. Die Gesellschaftswissenschaftler sollten durch intensives Studium ein klares Verständnis der Juche-Ideologie haben.

ÜBER DIE JUCHE-IDEOLOGIE

Abhandlung, gewidmet dem nationalen Symposion über die Juche-Ideologie anlässlich des 70. Geburtstages des großen Führers Genossen Kim Il Sung 31. März 1982

Bald werden wir den 70. Geburtstag des Genossen Kim Il Sung begehen.

Das zu diesem Anlass durchgeführte nationale Symposion über die Juche-Ideologie ist von großer Bedeutung.

Hier wurden voller Stolz die Verdienste ausgewertet, die er in mehr als fünf Jahrzehnten Führungstätigkeit in der Revolution und beim Aufbau auf ideologisch-theoretischem Gebiet erworben hat, sowie die Größe und Richtigkeit der Juche-Ideologie erneut nachhaltig demonstriert.

Die Juche-Ideologie ist ein wertvolles Ergebnis seines intensiven und vielseitigen Wirkens auf ideologisch-theoretischem Gebiet. Die Begründung dieser Ideologie ist sein größtes Verdienst um die Revolution.

Mit der Entwicklung dieser Ideologie eröffnete er der Arbeiterklasse und den Volksmassen einen neuen Weg zum Sieg der Revolution und leitete eine historische Wende bei der Verwirklichung der revolutionären Sache der Völker ein.

Ruhmvoll ist die Geschichte der koreanischen Revolution, die er bahnte und führt, in der die große Juche-Ideologie hervorragend durchgesetzt wurde und in allen Bereichen triumphierte.

Die Juche-Ideologie ist der zuverlässige Kompass der koreanischen Revolution und das große revolutionäre Banner unserer Epoche.

Vor uns steht heute die ehrenvolle Aufgabe, die große Sache, die Umgestaltung der ganzen Gesellschaft getreu der Juche-Ideologie, zu verwirklichen.

Das ist ein historisches Vorhaben für die endgültige Vollendung unserer Revolution, die unter dem Banner der Juche-Ideologie begann und von Sieg gekrönt wurde.

Zur Erfüllung dieses Vorhabens sollten die Parteimitglieder und alle anderen Werktätigen das wahre Wesen der Juche-Ideologie tief begreifen und sich im Denken und Handeln konsequent von deren Forderungen leiten lassen.

Wer sich diese Ideologie zu eigen gemacht hat und unter deren Banner voranschreitet, vermag trotz aller Schwierigkeiten und Prüfungen in der Revolution und beim Aufbau den Sieg davonzutragen. Diese Überzeugung bewahrt unser Volk in seinem revolutionären Kampf seit mehr als einem halben Jahrhundert tief im Herzen.

Die Gesellschaftswissenschaftler, die Mitarbeiter für Theorie und Propaganda aus allen Teilen des Landes sind zusammengekommen, um anlässlich des 70. Geburtstages unseres Führers das Thema über die Juche-Ideologie und deren großen Sieg zu behandeln. Ich möchte bei dieser Gelegenheit auf die prinzipiellen Fragen der Juche-Ideologie eingehen.

1. DIE BEGRÜNDUNG DER JUCHE-IDEOLOGIE

Eine progressive Ideologie spielt eine wichtige Rolle in der gesellschaftlichen Entwicklung.

Wenn sich die Volksmassen von einer progressiven Ideologie leiten lassen, können sie zu großartigen Gestaltern der Geschichte werden. Natürlich spielen nicht alle progressiven Ideologien in der gesellschaftlichen Entwicklung ein und dieselbe Rolle. Je nachdem, wie sie das Streben und die Interessen der Volksmassen vertreten und inwiefern sie ihnen einen richtigen Kampfweg weisen, sind sie von unterschiedlicher Tragweite. Auch vor der Entstehung der Arbeiterklasse gab es Ideologien, die die Bestrebungen der progressiven Klassen der Gesellschaft widerspiegelten. Die ideologischen Strömungen der Vergangenheit waren allerdings historisch und klassenmäßig begrenzt, so auch ihre Bedeutung für die gesellschaftliche Entwicklung. Nur die revolutionäre Ideologie der Arbeiterklasse kann die Forderungen der Zeit und das Streben der Volksmassen richtig widerspiegeln, die Völker zum revolutionären Kampf aufrufen und dadurch die gesellschaftliche Entwicklung kraftvoll vorantreiben.

Die revolutionäre Ideologie der Arbeiterklasse wird von ihren hervorragenden Führern begründet.

Wir können sagen, dass in der über hundertjährigen Geschichte der kommunistischen Bewegung die Führer der Arbeiterklasse die revolutionäre Ideologie begründeten und weiterentwickelten und durch deren Verwirklichung Umwälzungen in der Welt herbeiführten. Mitte des 19. Jahrhunderts begründeten Marx und Engels den Marxismus, markierten somit die historische Mission der Arbeiterklasse, die den Schauplatz des Kampfes betrat, erhellten ihren Weg zur Befreiung, gaben dem Kampf gegen das Kapital Impulse und leiteten so den Beginn der internationalen kommunistischen Bewegung ein. Im Einklang mit den neuen historischen Bedingungen, unter denen der Kapitalismus in das Stadium des Imperialismus übergegangen war, entwickelte Lenin den Marxismus zum Leninismus, beflügelte somit die Arbeiterklasse und die Völker zum Kampf für den Sturm auf die Zitadelle des Imperialismus, für Freiheit und Befreiung, so dass die Übergangsperiode vom Kapitalismus zum Sozialismus ihren Anfang nehmen konnte.

Genosse Kim Il Sung war sich zutiefst der Forderungen der neuen Epoche bewusst, in der die unterdrückten und erniedrigten Volksmassen als Herren ihres eigenen Schicksals auftraten, und begründete die große Juche-Ideologie; auf diesem Weg entwickelte er den Kampf der Volksmassen für ihr Dschadschusong auf einer neuen Stufe und eröffnete ein neues Zeitalter in der Geschichte der Menschheit, das Juche-Zeitalter.

Die revolutionäre Ideologie der Arbeiterklasse spiegelt die herangereiften Forderungen der Geschichte und Revolution wider.

Zu der Zeit, als Genosse Kim Il Sung den Weg der Revolution betrat, zeichnete sich eine neue Wende im Kampf der Arbeiterklasse, der Volksmassen gegen Ausbeutung und Unterdrückung ab. Auf dem internationalen Schauplatz gewann der Sozialismus, der zum ersten Mal gesiegt hatte, mehr und mehr an Einfluss. und der revolutionäre Kampf der Arbeiterklasse und die Befreiungsbewegung der Völker in den Kolonien und Halbkolonien nahmen einen raschen Aufschwung. In der Absicht, die revolutionären Aktionen der Volksmassen zu ersticken und ihrer tief greifenden politischen und ökonomischen Krise zu entrinnen, verstärkten die Imperialisten die Ausplünderung und brutale Unterdrückung der Volksmassen. In vielen Ländern verschärften sich die Widersprüche bzw. Gegensätze zwischen Revolution und Konterrevolution, und die Völker, deren Souveränität lange Zeit mit Füßen getreten wurde, erhoben sich zum Kampf für die Klassen- und nationale Befreiung. So war eine neue Zeit angebrochen, in der sich die weltweite revolutionäre Bewegung tiefgehend und vielfältig entwickelte.

Es war geboten, die Revolution gemäß der neuen historischen Lage voranzubringen. Demnach mussten die Arbeiterklasse, das ganze Volk jedes Landes als bewusste Herren alle Probleme entsprechend ihren realen Bedingungen lösen. Das war besonders für unser Land wichtig, in dem die Geschichte eine Reihe von besonderen Merkmalen in ihrer Entwicklung aufwies und deshalb die Revolution kompliziert war. Die koreanische Revolution verlangte dringender denn je, dass die Volksmassen selbständig und schöpferisch die Zukunft der Revolution gestalteten.

Die Juche-Ideologie wurde aufgrund dieser Forderung der Praxis der koreanischen Revolution begründet.

Die Revolution ist ein Kampf für die Verwirklichung der Bedürfnisse der Volksmassen nach der Souveränität durch die Mobilisierung ihrer Kraft, ist ein Ringen um ihre eigene Befreiung. Die Volksmassen, die sich mit einer revolutionären Ideologie ausgerüstet haben und als eine organisierte politische Kraft zusammenhalten, gehen aus der Revolution als Sieger hervor. Ein Revolutionär ist verpflichtet, zu den Volksmassen, den Herren der Revolution, zu gehen, auf sie einzuwirken, sie zu organisieren und zum Kampf aufzurufen. Auch die revolutionären Kräfte müssen unter den Volksmassen herangebildet werden; alle Probleme im revolutionären Kampf sind gestützt auf ihre klugen Gedanken und ihre Kraft zu lösen.

Nehmen wir aber die Kommunisten und Nationalisten unseres Landes, die sich in den zwanziger Jahren angeblich mit der nationalen Befreiungsbewegung befassten. Sie dachten nicht daran, zu den Volksmassen zu gehen, auf sie einzuwirken und sie zu organisieren und zum revolutionären Kampf aufzurufen, sondern, losgelöst von ihnen, stritten sie untereinander lediglich um die Hegemonie und droschen leeres Stroh. Anstatt die Massen zusammenzuschließen, spalteten sie sie durch Fraktionskämpfe.

Bereits zu Beginn seines revolutionären Kampfes erkannte Genosse Kim Il Sung ihre Fehler und ging einen anderen, den wahren revolutionären Weg und stützte sich im Kampf auf die Volksmassen. So erhellte er die Wahrheit, dass die Herren der Revolution die Volksmassen sind und sie erst dann siegen kann, wenn man zu ihnen geht, sie erzieht, organisiert und mobilisiert. Das war einer der Ausgangspunkte für die Begründung der Juche-Ideologie.

In jedem Land muss das Volk, der Hausherr, für die Revolution verantwortlich sein und sie selbständig, entsprechend der eigenen Realität und schöpferisch durchführen. Dschadschusong und Schöpfertum sind ureigene Forderungen der revolutionären, kommunistischen Bewegung.

Die koreanische Revolution, die das Juche-Zeitalter einleitete, wäre nicht einen einzigen Schritt vorangekommen, wenn man sie nicht von Anfang an selbständig und schöpferisch geführt hätte. Sie war eine schwierige, komplizierte und harte Revolution, denn sie musste angesichts des mächtigen japanischen Imperialismus die Aufgaben der antiimperialistischen Erhebung für die nationale Befreiung und die der antifeudalen demokratischen Bewegung gleichzeitig lösen und einen völlig neuen Weg bahnen.

Hinzu kam, dass sich damals in der antijapanischen nationalen Befreiungsbewegung und der kommunistischen Bewegung unseres Landes die Kriecherei sehr stark auswirkte und der Revolution Hindernisse in den Weg stellte. Die Nationalisten und Pseudomarxisten gaben ihre üble Gewohnheit, Kriecherei und Fraktionskämpfe, wodurch bereits in der Vergangenheit das Land in den Abgrund geführt worden war, nicht auf und dachten nicht daran, die Revolution aus eigener Kraft zu verwirklichen, sondern glaubten törichterweise daran, dass man mit Hilfe fremder Kräfte die Unabhängigkeit erreichen kann. Leute, die so taten, als liege ihnen die kommunistische Bewegung am Herzen, bildeten Gruppierungen und ersuchten die Komintern um Anerkennung. Losgelöst von den historischen Bedingungen und der Realität unseres Landes, das eine koloniale und halbfeudale Gesellschaft war, trachteten sie danach, bestehende Theorien und Erfahrungen anderer mechanisch zu übernehmen. Kriecherei und Dogmatismus wirkten sich derart aus, dass es unmöglich war, den Weg der Revolution zu beschreiten.

Genosse Kim Il Sung zog ernste Lehren aus den Folgen dieses Kriechertums und des Dogmatismus und kam zu der Erkenntnis, dass die Revolution weder der Erlaubnis noch der Weisung irgendeines Fremden bedarf, dass man sie aus eigener Überzeugung und auf eigene Verantwortung führen und alle Probleme in der Revolution selbständig und schöpferisch klären muss. Das war ein weiterer Ausgangspunkt der Juche-Ideologie.

Wie bereits erwähnt, hat Genosse Kim Il Sung auf der Grundlage der Erfahrungen und Lehren aus der Praxis des revolutionären Kampfes die neue revolutionäre Ideologie, die Juche-­Ideologie begründet.

Konsequent von der Praxis der Revolution ausgehend, entfaltete er eine ideologisch-theoretische Tätigkeit und entwickelte und bereicherte die revolutionäre Ideologie und Theorie, indem er die von der revolutionären Praxis aufgeworfenen Fragen beantwortete. Wer die revolutionäre Praxis zum Ausgangspunkt macht, vermag auch die bestehenden Theorien entsprechend den Interessen der Revolution und der Realität des eigenen Landes anzuwenden, neue Wahrheiten aufzuspüren sowie neue Ideologien und Theorien zu schaffen.

Bereits am Anfang seiner revolutionären Tätigkeit beherrschte unser Führer den Marxismus-Leninismus. Allerdings wandte er nicht nur diese Lehre in der Praxis der koreanischen Revolution an, sondern stand unbeirrt auf dem Juche-Standpunkt, um ein neues Gebiet der revolutionären Theorien zu erschließen und die von der revolutionären Praxis aufgeworfenen Fragen eigenständig zu lösen.

Im Kampf gegen die starrsinnigen Nationalisten, Pseudomarxisten, Kriecher und Dogmatiker, für einen neuen revolutionären Weg entdeckte er die Wahrheit der Juche-Ideologie, beleuchtete deren Prinzipien auf der Konferenz der leitenden Funktionäre des Kommunistischen und des Antiimperialistischen Jugendverbandes, die im Juni 1930 in Kalun stattfand, und legte die Juche­-Linie der koreanischen Revolution dar. Das war ein historisches Ereignis, der Zeitpunkt der Geburt der Juche-Ideologie und der revolutionären Juche-Linie.

Noch nicht zwanzigjährig und in einer verwickelten Situation, in der die nationalreformistische, “links”- und rechtsorientierte opportunistische Ideologie und alle anderen schädlichen Strömungen vorherrschten, erkannte er klar das Streben der Zeit, den Wunsch des Volkes und die Gesetzmäßigkeit der Geschichtsentwicklung, legte die Wahrheit des Juche dar und eröffnete so den Weg zur selbständigen Entwicklung unserer Revolution.

Die Juche-Ideologie wurde durch die Praxis der koreanischen Revolution als Leitgedanke unserer Epoche vervollkommnet.

Eine Leitidee der Revolution kann auf keinen Fall plötzlich und irgendwo entstehen. Der Leitgedanke der Revolution ist zeitlich und geschichtlich bedingt und entsteht auf dem Wege der Verallgemeinerung der Erfahrungen aus dem revolutionären Kampf, und während dessen langjährigen Verlaufs wird seine Wahrheit überprüft und sein Inhalt bereichert, wodurch er als ein ideologisch-theoretisches System vervollkommnet wird.

Genosse Kim Il Sung führte den revolutionären Kampf in verschiedenen Zeitabschnitten zum Sieg und die Arbeit in allen Bereichen - in Politik, Wirtschaft, Kultur und im Militärwesen - zum Erfolg. In diesem Prozeß sammelte er reiche und wertvolle Erfahrungen und verallgemeinerte sie; auf diese Weise entwickelte er ständig die Juche-Ideologie weiter. Mehr als fünf Jahrzehnte lang stand er an der Spitze der komplizierten koreanischen Revolution und bahnte ihr den Weg. Das ist ein geschichtlicher Zeitabschnitt, in dem er durch eine reiche revolutionäre Praxis die Juche-Ideologie begründete und sie als ein eigenständiges ideologisch-theoretisches System vervollkommnte.

So wurde also die Juche-Ideologie begründet gestützt auf die Forderungen der neuen Epoche, in der die Volksmassen als Herren der Geschichte auftraten, und die reichen Erfahrungen aus dem revolutionären Kampf, infolgedessen ist sie zur großen Leitidee für die Revolution in unserer Epoche geworden.

2. DAS PHILOSOPHISCHE GRUNDPRINZIP DER JUCHE-IDEOLOGIE

Die Juche-Ideologie ist eine neue philosophische Idee, in der der Mensch im Mittelpunkt steht.

Wie Genosse Kim Il Sung erklärt hat, beruht die Juche-Ideologie auf dem philosophischen Grundsatz, dass der Mensch Herr über alles ist und alles entscheidet. Diese Lehre beantwortet die Grundfrage der Philosophie, in deren Mittelpunkt der Mensch steht, und beleuchtet das philosophische Prinzip, dass der Mensch Herr über alles ist und alles entscheidet.

Der Mensch ist Herr über alles - das bedeutet, dass der Mensch Herr der Welt und seines eigenen Schicksals ist. Der Mensch entscheidet alles - das besagt, dass der Mensch bei der Umgestaltung der Welt und bei der Gestaltung seines eigenen Schicksals die entscheidende Rolle spielt.

Das philosophische Grundprinzip der Juche-Ideologie sieht den Menschen im Mittelpunkt und bestimmt danach Stellung und Rolle des Menschen in der Welt.

Genosse Kim Il Sung legte dar, dass der Mensch als ein gesellschaftliches Wesen von Dschadschusong, Schöpfertum und Bewusstsein geprägt ist.

Der Mensch ist natürlich auch ein materielles Wesen, aber nicht ein einfaches, sondern das höchstentwickelte, ein besonderes Produkt der Entwicklung der materiellen Welt. Als sich der Mensch aus dem Tierreich löste, trat er bereits als besonderes Wesen auf. Während alle andere lebende Materie zur objektiven Welt gehört, sich ihr anpaßt und so ihre Existenz erhält, lebt und entwickelt sich der Mensch, indem er die Welt erkennt, verändert und sie sich dienstbar macht.

Der Mensch als Herr der Welt nimmt deshalb eine besondere Stellung ein und spielt eine ebensolche Rolle, weil er ein gesellschaftliches Wesen ist, dem Dschadschusong, Schöpfertum und Bewusstheit eigen sind.

Genosse Kim Il Sung hat diese wesentlichen Eigenschaften des Menschen ergründet und somit eine neue philosophische Definition über den Menschen gegeben.

Dschadschusong, Schöpfertum und Bewusstheit sind gesellschaftliche Attribute des Menschen, die sich historisch herausbilden und entwickeln. Ausschließlich die Menschen leben und sind tätig, indem sie gesellschaftliche Beziehungen untereinander eingegangen sind. Nur in der Gesellschaft hält der Mensch seine Existenz aufrecht und realisiert seine Ziele. Dschadschusong, Schöpfertum und Bewusstheit sind einzig und allein dem Menschen als gesellschaftliches Wesen eigen.

Der Mensch ist ein selbständiges gesellschaftliches Wesen, dem Dschadschusong eigen ist.

Dschadschusong ist die Eigenschaft des Menschen in der Gesellschaft, der gewillt ist, als Herr der Welt und seines Schicksals souverän zu leben und sich zu entwickeln. So bezwingt er die Natur, tritt gegen jedwede gesellschaftliche Unterjochung auf und stellt alles in seinen Dienst.

Dschadschusong ist für den Menschen als gesellschaftliches Wesen der Lebensnerv. Das bedeutet, dass er ein gesellschaftliches und politisches Leben führt. Außer seinem organischen Leben hat der Mensch ein gesellschaftliches und politisches Leben. Wenn das organische Leben das Leben des Menschen als biologischer Organismus ist, so ist sein politisches und gesellschaftliches Leben das Leben des Menschen als gesellschaftliches Wesen.

Der Mensch ist ein Wesen, das sich durch Schöpfertum auszeichnet, ein schöpferisches gesellschaftliches Wesen.

Das Schöpfertum ist ein Attribut des gesellschaftlichen Menschen, der die Welt zielbewusst umgestaltet und sein eigenes Schicksal gestaltet. Diese Eigenschaft befähigt ihn dazu, Altes zu verändern, Neues zu schaffen und sich dadurch die Natur und die Gesellschaft immer nutzbarer, verwertbarer zu machen.

Das Schöpfertum gehört wie Dschadschusong zu den wesentlichen Eigenschaften des Menschen als gesellschaftliches Wesen. Während Dschadschusong hauptsächlich der Stellung des Menschen als Herr der Welt zum Ausdruck kommt, zeigt sich das Schöpfertum des Menschen in der Hauptsache in seiner Rolle als Umgestalter der Welt.

Der Mensch ist ein Wesen, das sich durch Bewusstsein auszeichnet, ein bewusstes gesellschaftliches Wesen.

Das Bewusstsein ist eine Eigenschaft des gesellschaftlichen Menschen, die die gesamte Tätigkeit bestimmt, die darauf gerichtet ist, die Welt und sich selbst zu begreifen und umzuformen. Dank dieser Eigenschaft vermag er die Welt und die Gesetzmäßigkeiten ihrer Bewegung und Entwicklung zu begreifen, die Natur und Gesellschaft nach seinen Bedürfnissen zu gestalten und weiterzuentwickeln. Durch das Bewusstsein werden Dschadschusong und Schöpfertum des Menschen als gesellschaftliches Wesen und seine zielgerichtete erkennende und praktische Tätigkeit gewährleistet.

Dem Menschen sind Dschadschusong, Schöpfertum und Bewusstheit eigen, also ist er das höchst starke Wesen in der Welt. Er verhält sich zur Welt nicht fatalistisch, sondern revolutionär, nicht passiv, sondern aktiv und gestaltet sie nicht blind, sondern zielbewusst um. Dieser Mensch ist daher der einzige Herrscher über die Welt und deren einziger Umgestalter.

Abgekapselt von der Welt kann der Mensch nicht existieren, er lebt in der Welt und ist in ihr tätig.

Die Natur ist der Arbeitsgegenstand des Menschen und die materielle Quelle seiner Existenz, während die Gesellschaft ein Kollektiv ist, in dem die Menschen leben und arbeiten. Die Natur wie auch die gesellschaftlichen Bedingungen üben großen Einfluss auf die Betätigung der Menschen aus. Die günstigen oder ungünstigen Naturbedingungen, besonders aber der progressive oder reaktionäre Charakter des politischen und ökonomischen Systems der Gesellschaft können entweder günstige Bedingungen für die Tätigkeit der Menschen zur Umgestaltung der Natur und zur Entwicklung der Gesellschaft schaffen oder hemmen und aufhalten.

Der Mensch ordnet sich jedoch dem Milieu und den Bedingungen nicht unter. Durch sein souveränes, schöpferisches und bewusstes Handeln ändert er das, was seinen Bedürfnissen nicht entspricht, ersetzt Altes und Reaktionäres durch Neues und Progressives und gestaltet so Natur und Gesellschaft unablässig um. Das ist die Tätigkeit des Menschen und sein Kampf für die Umgestaltung der Welt in eine neue, die dem Menschen besser dient.

Die Juche-Ideologie erhellte auf neue Weise die wesentlichen Eigenschaften, die Stellung und die Rolle des Menschen in der Welt, so dass die Weltanschauung, in der der Mensch im Mittelpunkt steht, herausgebildet wurde.

Es ist bekannt, dass sich die Welt aus Materie zusammensetzt und sich durch deren Bewegung ändert und entwickelt. Die Juche-Ideologie gibt Antwort auf die Frage, wer als Herr die Kraft hat, die Natur und die Gesellschaft umzugestalten, und legt somit eine neue Ansicht über die Welt dar. Die Auffassung, dass die Welt von dem Menschen beherrscht und umgestaltet wird, ist eine neue Weltanschauung, die auf der Grundlage der Beziehungen zwischen den Menschen und der Welt entwickelt wurde.

Die Juche-Ideologie vermittelt entsprechend der Stellung und Rolle des Menschen als Herr der Welt auf neue Weise Vorstellungen und Ansichten über das Verhalten zur Welt.

Sie erweisen sich als ein Verhalten zur Welt, in dessen Mittelpunkt der Mensch, der Herr der Welt, steht.

Diese Einstellung zu vertreten, heißt, im Verhalten zur Welt von den Interessen des Menschen als ihr Beherrscher auszugehen.

Da die Menschen die Herren der Welt sind, müssen sie sich zu ihr entsprechend ihren Interessen verhalten. Erkennen und Verändern der Welt durch den Menschen haben das Ziel, alles dem Menschen dienstbar zu machen. Das Wertvollste, was es gibt, ist der Mensch. Es gibt nichts Wertvolleres als die Interessen der Menschen. Alle Dinge haben erst dann Wert, wenn sie den Menschen dienen. Sich zur Welt von dem Streben aus zu verhalten, dass sie immer besser den Menschen dient, ist daher die richtigste Einstellung zur Welt.

Beim Verhalten zur Welt den Menschen ins Zentrum rücken, heißt, die Veränderung und Entwicklung der Welt auf der Grundlage der Tätigkeit des Menschen als Umgestalter der Welt zu betrachten.

Das stärkste Wesen ist der Mensch, und nur der Mensch kann die Welt verändern. Der Mensch ist es, der eben nach der Umgestaltung der Welt verlangt und diese Forderung verwirklicht. Er nutzt die objektiven Gesetzmäßigkeiten und verändert die Welt aktiv nach seinen Bedürfnissen. Nur durch das aktive Wirken des Menschen verwandelt sich die Erde in eine Welt für den Menschen. Deshalb ist die Betrachtung der Veränderung und Entwicklung der Welt ausgehend vom Standpunkt der aktiven Tätigkeit des Menschen zur zielbewussten Veränderung von Natur und Gesellschaft entsprechend seinen Bedürfnissen die richtigste Einstellung zur Welt.

Die Juche-Einstellung zur Welt ist die wahrhaft revolutionäre, die es dem Menschen ermöglicht, mit dem hohen Bewusstsein, Herr der Welt und seines eigenen Schicksals zu sein, souverän, schöpferisch und bewusst die Welt umzugestalten und sein Schicksal neu zu schmieden.

Diese Weltanschauung beruht auf dem philosophischen Grundprinzip, dass der Mensch Herr über alles ist und alles entscheidet, sie ist die richtigste Weltanschauung unserer Epoche.

Mit der Fortentwicklung der Geschichte verstärken sich Stellung und Rolle des Menschen als Herr der Welt, und durch seinen souveränen, schöpferischen und bewussten Kampf werden die dem Willen des Menschen unterworfenen Sphären der Welt mit jedem Tag erweitert. In unserer Zeit sind die Volksmassen als wahre Herren aufgestanden, und durch ihren Kampf verwandelt sich die Welt derartig, dass sie den Volksmassen immer besser dient. Die heutige Wirklichkeit, in der sich Stellung und Rolle der Volksmassen als Herren der Welt außerordentlich verstärken, beweist nachhaltiger denn je die Richtigkeit und Lebenskraft des auf dem Juche beruhenden philosophischen Prinzips, dass der Mensch Herr über alles ist und alles entscheidet.

3. DAS SOZIALHISTORISCHE GRUNDPRINZIP DER JUCHE-IDEOLOGIE

Die Juche-Ideologie ist eine Weltanschauung, die die Gesetzmäßigkeiten der geschichtlichen Entwicklung und der sozialen Revolution beleuchtet. Darin ist das Grundprinzip der sozialen, revolutionären Bewegung der werktätigen Volksmassen, die die Geschichte schaffen und entwickeln, in neuer Weise verankert.

Das durch die Juche-Ideologie aufgestellte sozialhistorische Grundprinzip ist eine neue Gesellschafts- und Geschichtsauffassung - die Juche-Geschichtsauffassung.

1) DIE VOLKSMASSEN SIND DAS SUBJEKT DER GESELLSCHAFTSGESCHICHTE

Die Frage nach dem Subjekt der Geschichte ist eine Grundfrage, deren Beantwortung uns hilft, die Entwicklung der Gesellschaft und Revolution von der Juche-Ideologie aus zu verstehen.

Wie aus der Darlegung des Genossen Kim Il Sung zu ersehen ist, sind die Volksmassen das Subjekt der Geschichte und die Triebkraft der gesellschaftlichen Entwicklung.

Durch den Kampf der Volksmassen für die Umgestaltung der Natur und Gesellschaft entwickelt sich die Geschichte. Das bedeutet, dass sich die Rolle der Volksmassen als Subjekt der Geschichte verstärkt.

Die sozialhistorische Bewegung unterscheidet sich von der Bewegung in der Natur und hat ihre eigenen Gesetzmäßigkeiten. Eine gesellschaftliche Bewegung ist natürlich auch eine Bewegung der Materie. In dieser Hinsicht haben die Bewegungen in der Gesellschaft und Natur etwas Gemeinsames. Auch in der gesellschaftlichen Entwicklung wirken die allgemeingültigen Gesetze der materiellen Welt. Die Bewegungen in der Natur haben jedoch kein Subjekt, während die in der Gesellschaft ein Subjekt haben. Die Bewegung der Natur entsteht spontan durch die wechselseitige Wirkung der objektiv existierenden Materie, während die der Gesellschaft durch aktive Einwirkung und Rolle des Subjekts entsteht und sich entwickelt.

Das Subjekt der gesellschaftlichen Bewegung sind die Volksmassen, ohne die es weder eine soziale Bewegung noch eine Entwicklung der Geschichte geben kann.

Die Volksmassen sind die Herren der Revolution und des Aufbaus, sind entscheidender Faktor für die Umgestaltung der Natur und für die Entwicklung der Gesellschaft. Der revolutionäre Kampf und die Aufbauarbeit dienen den Volksmassen und sind ihr eigenes Werk. Die Volksmassen setzen sich für die Revolution und den Aufbau ein, um ihr eigenes Schicksal zu gestalten. Die Volksmassen sind es auch, die die Revolution und den Aufbau fordern und dieses Vorhaben verwirklichen. Sie schaffen mit eigenen Händen alle gesellschaftlichen Reichtümer, verändern durch ihren Kampf die Welt und gestalten die Geschichte. Losgelöst von ihrer schöpferischen Tätigkeit sind keine sozialen Umwälzungen und Fortschritte denkbar. Die Geschichte der Menschheit zeigt, dass die von jeder Generation erschlossenen und entwickelten Gebiete der Welt relativ bedingt, aber die Weisheit und Kraft der Volksmassen, die die Welt erkennen und umgestalten, unerschöpflich sind.

Durch die weitere Umgestaltung der Natur und Gesellschaft erhöht sich die Stellung der Volksmassen und wächst ihre Kraft. Je weiter ihre Stellung und Kraft zunehmen, desto mehr verstärkt sich ihre aktive Rolle in der Geschichtsentwicklung.

Das Subjekt der Geschichte sind die Volksmassen, keineswegs aber die reaktionären Ausbeuterklassen. Die Volksmassen gestalten die Geschichte und kommen dabei voran, während die Ausbeuterklassen den Gang der Geschichte aufhalten bzw. deren Rad zurückdrehen wollen. Alle Ausbeuterklassen sind schließlich die Reaktion der Geschichte und das Objekt der Revolution. Der von den Klassengesellschaften zurückgelegte Weg zeigt die Geschichte eines erbitterten Kampfes zwischen dem Schöpfer der Geschichte und deren Reaktion, zwischen dem Herren der Revolution und deren Objekt, mit anderen Worten, zwischen den werktätigen Volksmassen und den reaktionären Ausbeuterklassen. Durch diese Auseinandersetzung schritt die Gesellschaft voran und entwickelte sich.

Es kommt allerdings nicht immer und nicht in jeder Gesellschaft den Volksmassen die gleiche Stellung und Rolle zu, obwohl sie das Subjekt der Geschichte sind. Das bestätigt auch die bisherige Geschichte. Die werktätigen Volksmassen, die lange Zeit in der Ausbeutergesellschaft existierten, erwiesen sich als außerstande, ihre soziale und Klassenlage sowie ihre Fähigkeit zu erkennen und sich als politische Kraft zu vereinen. Deshalb waren sie von einer Handvoll Angehöriger der herrschenden Klasse zur Rechtlosigkeit gezwungen, litten unter Ausbeutung und Unterdrückung und konnten keine gebührende Stellung als Herr der Gesellschaft einnehmen. Obgleich sie auch in der Ausbeutergesellschaft durch eigene Hände Arbeit alle materiellen und kulturellen Reichtümer schufen, konnten sie die Geschichte nicht selbständig gestalten, da ihnen nicht diese Stellung zukam. Nur in einer sozialistischen Ordnung, in der sie die Staatsmacht und Produktionsmittel in ihren Händen haben und es keine Ausbeutung und Unterdrückung gibt, können sie als wahre Herren der Gesellschaft und ihres Schicksals die Geschichte bewusst gestalten.

Im Sozialismus werden die Lage und das Schicksal der Volksmassen grundlegend verändert, werden ihre Stellung und Rolle verstärkt. Das ist ein Ergebnis der revolutionären Führung durch die Arbeiterklasse und ihres Kampfes.

Die Entwicklung der von der Arbeiterklasse geführten, sozialistischen Gesellschaft ist ein Prozess der Umformung der ganzen Gesellschaft nach dem Vorbild der Arbeiterklasse. Wenn dieses Vorhaben abgeschlossen sein wird, erhöht sich die Stellung der Volksmassen, des Subjektes der Geschichte, außerordentlich und verstärkt sich ihre Rolle bei der beschleunigten Entwicklung der Geschichte und Revolution ohnegleichen.

Die Volksmassen brauchen eine kluge Führung, um ihrer Stellung und Rolle als Subjekt der Geschichte gerecht zu werden. Die Volksmassen sind zwar Schöpfer der Geschichte, doch können sie nur unter einer klugen Führung als Subjekt der gesellschaftlichen Entwicklung wirksam werden.

Die Übereinstimmung der Führung mit den Massen erweist sich als eine wichtige Sache besonders in der revolutionären, kommunistischen Bewegung, der sich die Arbeiterklasse, die Volksmassen anschließen. Die kommunistische Bewegung als eine höchst bewusste, organisierte Bewegung wird von einem scharfen Klassenkampf begleitet, deshalb kann sie ohne kluge Führung keineswegs siegreich verlaufen. in der revolutionären, kommunistischen Bewegung geht es also um die Lenkung der Volksmassen durch die Partei und den Führer.

Die Partei der Arbeiterklasse ist der Generalstab der Revolution, und der Führer der Arbeiterklasse steht am Steuer der Revolution. Ob die Volksmassen auf revolutionäre Weise in eine bewusste und organisierte Formation verwandelt werden und wie sie ihre revolutionären Aufgaben und ihre historische Mission erfüllen - das hängt von der klugen Leitung durch die Partei und den Führer ab.

Nur unter der klugen Lenkung der Partei und des Führers können die Arbeiterklasse, die Volksmassen den harten und komplizierten revolutionären Kampf um die Umgestaltung der Natur und Gesellschaft tatkräftig entfalten, dadurch die nationale und klassenmäßige Befreiung erringen sowie die sozialistische, kommunistische Gesellschaft erfolgreich aufbauen und sie zuverlässig gestalten.

Wie aus den Darlegungen des Genossen Kim Il Sung hervorgeht, beteiligen sich die Volksmassen, die als Herren der Geschichte, der Revolution und des Aufbaus aufgetreten sind, heute entsprechend ihren Interessen wirksamer an der Umgestaltung der Welt.

Unabänderlich stehen im Mittelpunkt der Geschichtsentwicklung unserer Epoche die Arbeiterklasse, die werktätigen Volksmassen. Millionen und aber Millionen Menschen, die lange Zeit unter der klassenmäßigen und nationalen Unterdrückung und Ausbeutung schmachteten, beschreiten voller Kraft den Weg der Souveränität, Unabhängigkeit und des sozialen Fortschritts; sie spielen bei der Gestaltung des Schicksals der Menschheit und der Zukunft der Welt eine immer größere Rolle. Durch diese dynamische Bewegung unserer Zeit gehen Kapitalismus und Imperialismus, die sich jahrhundertelang auf Kosten der werktätigen Volksmassen mästeten und deren Schicksal bestimmten, heute unaufhaltsam ihrem Ruin, ihrem Zusammenbruch entgegen und werden in den Abgrund der Geschichte gestürzt.

Die Volksmassen, die als vollberechtigte Herren ihres Schicksals aufgetreten sind, gestalten die Welt entsprechend ihrem Streben und Verlangen um und schaffen eine neue Geschichte der Menschheit. Das ist die Haupttendenz der Gegenwart, die keine Kraft aufzuhalten vermag.

2) DIE GESCHICHTE DER MENSCHHEIT IST EINE GESCHICHTE DES KAMPFES DER VOLKSMASSEN FÜR DSCHADSCHUSONG

Die gesellschaftliche Entwicklung der Menschheit ist ein Kampf der Volksmassen für die Verfechtung und Durchsetzung des Dschadschusong.

Genosse Kim Il Sung erklärte, dass alle revolutionären Kämpfe der Volksmassen darauf gerichtet sind, ihr Dschadschusong zu verfechten.

Während einer langen Zeit der Menschheitsgeschichte kämpften die Völker unablässig für ihre Befreiung von der sozialen Abhängigkeit und von den Fesseln der Natur. Alle Kämpfe für die Umgestaltung der Gesellschaft und Natur sowie für die Umformung der Menschen haben das Ziel, Dschadschusong der Volksmassen zu verteidigen und durchzusetzen.

Die Umgestaltung der Gesellschaft ist ein Kampf für gesellschaftspolitische Voraussetzungen, die es den Volksmassen ermöglichen, sich von der klassenmäßigen und nationalen Abhängigkeit zu befreien und ein souveränes Leben zu führen. Wer so leben und wirken will, muss die überlebte Gesellschaftsordnung stürzen, die das Dschadschusong der Volksmassen zertritt. Nur wenn die Volksmassen nach dem Sturz dieses Systems eine neue Gesellschaftsordnung errichtet haben, die den Menschen Dschadschusong gewährleistet, können sie wahre Herren der Gesellschaft und ihres Schicksals werden und ein souveränes Leben führen.

Die Umgestaltung der Natur ist ein Kampf für die Schaffung der materiellen Bedingungen, die es den Volksmassen ermöglichen, sich von der Abhängigkeit der Natur zu befreien und ein souveränes Leben zu führen. Die Menschen müssen auf die Natur einwirken, um für ihr Dasein und ihre Entwicklung materielle Reichtümer zu erwerben. Durch die Umgestaltung und Bezwingung der Natur können sich die Menschen von deren Fesseln befreien und die materiellen Bedingungen für ein souveränes Leben schaffen.

Die Umformung der Menschen ist ein Kampf für die Schaffung der ideologischen und kulturvollen Voraussetzungen, unter denen die Volksmassen sich von der überlebten Ideologie und Kultur befreien sowie souverän leben können. Erst wenn die Menschen diese Fesseln vollständig abwerfen, Selbstbewusstsein und eine gesunde Kultur haben, sind sie imstande, das eigene Schicksal, fest auf sich selbst gestützt, zu gestalten, als ein souveränes Wesen ein sinnerfülltes Leben zu führen und wirksam zu sein.

Die Umgestaltung der Gesellschaft und Natur sowie die Umformung der Menschen sind wichtiger Bestandteil des Kampfes der Volksmassen für Dschadschusong. Die Menschen können, erst wenn sie sich von der sozialen Abhängigkeit, von den Fesseln der Natur, der überlebten Ideologie und Kultur befreit haben, das Dschadschusong vollständig durchsetzen. Der Kampf dafür ist auf allen Gebieten - bei der Umgestaltung der Gesellschaft und Natur sowie bei der Umformung der Menschen - konsequent zu führen.

In diesem Kampf kommt es in erster Linie darauf an, in gesellschaftspolitischer Hinsicht dieses Ziel zu erreichen.

Dem Menschen als gesellschaftlichem Wesen muss vor allem in gesellschaftspolitischer Beziehung das Dschadschusong gesichert werden Es in gesellschaftspolitischem Bereich durchzusetzen, ist eine Schlüsselfrage sowohl für die Befreiung des Menschen von den Fesseln der Natur als auch für die ideelle und kulturelle Entwicklung. Solange die Volksmassen gesellschaftspolitisch abhängig sind, können sie weder in den vollen Genuss der Ergebnisse hoch entwickelter Produktivkräfte kommen noch sich von der reaktionären Ideologie und Kultur befreien.

Seit Bestehen der untereinander feindlich gesinnten Klassen in der Gesellschaft ist die ganze Geschichte, die die Menschheit durchlebte, vor allem eine Geschichte der sozialen Revolution für die Verwirklichung des gesellschaftspolitischen Dschadschusong der Volksmassen. Durch die soziale Revolution nahm ihr Schicksal einen anderen Lauf und die Gesellschaft entwickelte sich.

Der Sklavenaufstand, der in der Geschichte als die erste Aktion der unterdrückten werktätigen Massen für die Durchsetzung des Dschadschusong bezeichnet werden könnte, und die Bauernkämpfe im Mittelalter führten zum Verfall des Sklavenhalter- und Feudalsystems. Sie waren ein Schritt voran im Kampf der werktätigen Volksmassen für die Durchsetzung des Dschadschusong, ersetzten jedoch lediglich die Ketten der Sklaverei, mit denen die Volksmassen gefesselt worden waren, durch die Ketten des Feudalsystems und später durch das Joch des Kapitals, erwiesen sich als außerstande, die Herrschaft der Ausbeuterklassen und die Unterdrückung selbst zu beseitigen. Der Kapitalismus ist das letzte Ausbeutersystem in der Geschichte der menschlichen Gesellschaft, in dem das Streben und Verlangen der Volksmassen nach Dschadschusong mit Füßen getreten werden, ist ein despotisches Unterdrückungssystem, in dem die Klassenherrschaft und die nationale Unterdrückung miteinander verbunden sind.

Die Liquidierung der kapitalistischen Ordnung und die Errichtung der neuen, sozialistischen Ordnung sind eine historische Wende im revolutionären Kampf für Dschadschusong. Durch die Errichtung der sozialistischen Ordnung werden alle Ausbeuterklassen und -systeme, die das Streben der Volksmassen und ihr Verlangen nach Dschadschusong missachten und unterdrücken, liquidiert und werden die Voraussetzungen geschaffen, unter denen die Volksmassen die Macht und Produktionsmittel fest in den eigenen Händen halten und ein souveränes Leben voll genießen können.

Die Umgestaltung der Natur und die Umformung der Menschen - zusammen mit der Umwandlung der Gesellschaft - erweisen sich ebenfalls als eine wichtige historische Aufgabe im Kampf der Volksmassen um Dschadschusong.

Während der ganzen Zeit der menschlichen Gesellschaft kämpfen die Volksmassen ständig um die Befreiung von der Abhängigkeit der Natur und für die ideologische und kulturelle Entwicklung.

Bei Anbruch der ersten Ära der menschlichen Gesellschaft war die Schöpferkraft der Menschen noch schwach und ihr ideologisches und kulturelles Niveau niedrig. Im langwierigen und harten Kampf stärkten die Volksmassen ihre Kraft für die Bezwingung der Natur, mehrten ihre Kenntnisse, entwickelten die Produktivkräfte und erhöhten unaufhörlich ihr ideologisches und kulturelles Niveau. All die Erkenntnisse der modernen Wissenschaft und Technik, der progressiven Ideologie und Kultur sind ausnahmslos Früchte des historischen Kampfes der Volksmassen.

Die Umgestaltung der Natur und die Umformung der Menschen, das heißt die historische Aufgabe, die Volksmassen von der Abhängigkeit der Natur, der überlebten Ideologie und Kultur zu befreien und sie zum mächtigen Bezwinger der Natur und zum wahren Besitzer der revolutionären Ideologie und Kultur zu entwickeln, kann nur im Sozialismus, in dem die Volksmassen Herren der Gesellschaft sind, in den Vordergrund gerückt und in Ehren bewältigt werden. Im Sozialismus, in dem die Gesellschaftsordnung im Kampf um Dschadschusong bereits revolutionär umgestaltet wurde, erweisen sich die Bezwingung der Natur und die Umformung der Menschen als wichtige Aufgaben, die darin bestehen, die von der gesellschaftlichen Unterdrückung befreiten Volksmassen von der Abhängigkeit der Natur, der überlebten Ideologie und Kultur zu befreien. Durch die ständige Festigung und Entwicklung der sozialistischen Ordnung werden die Bezwingung der Natur und die Umformung der Menschen allseitig vorangebracht und wird das Dschadschusong der Volksmassen auf allen Gebieten verwirklicht.

Der Kampf für die Verteidigung des Dschadschusong trägt heute internationalen Charakter. Da die imperialistischen Kräfte, die das Dschadschusong missachten, international vereint sind, ist es unvermeidlich, dass der Kampf gegen die Herrschaft des Imperialismus sowie für die Verteidigung des Dschadschusong ebenfalls ein internationales Vorhaben ist. Die Nationen und Völker, die gestern noch unterdrückt, deren Unabhängigkeit und souveräne Rechte von den Imperialisten mit Füßen getreten wurden und die zu kolonialen Sklaven verdammt waren, sind im Kampf gegen den Imperialismus und für die Verteidigung des Dschadschusong vereinigt, weil ihre historische Lage und ihre Interessen Gemeinsamkeiten haben. Alle Länder, alle Nationen und Völker, die das Dschadschusong verfechten, müssen unter dem revolutionären Banner des Antiimperialismus und der Souveränität im festen Zusammenschluss gemeinsam kämpfen, dann können sie das ungerechte, widerspruchsvolle Weltsystem, das die Imperialisten errichtet haben, vernichten und neue internationale Beziehungen herstellen, die auf dem Dschadschusong und der Gleichberechtigung der Länder und Nationen beruhen.

Der von den Volksmassen unermüdlich entfaltete langjährige Kampf um Dschadschusong erreicht durch den Aufbau des Sozialismus und Kommunismus sein Endziel. Der Kampf um dieses Ziel ist die höchste Stufe des Kampfes der Volksmassen um Dschadschusong. Er ist darauf gerichtet, mit der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen, mit der Unterdrückung einer Klasse durch eine andere und mit der Herrschaft eines Staates über einen anderen in der menschlichen Gesellschaft endgültig Schluss zu machen, alle Arten der Rudimente der überlebten Gesellschaft zu überwinden und die Menschen ein für allemal von ihren Fesseln zu befreien. Im Kommunismus werden sich die Volksmassen als Herren der Gesellschaft und der Natur, als wahre Herren ihres Schicksals eines vollständig souveränen Lebens erfreuen.

Die Verteidigung des Dschadschusong ist eine absolute Forderung der Menschen als gesellschaftliches Wesen und ihr unveräußerliches Grundrecht. Für einen Menschen ist Dschadschusong der Lebensnerv, und deshalb ist es nur zu natürlich, dass er sich gegen die Missachtung des Dschadschusong auflehnt. Die Volksmassen erheben sich zum revolutionären Kampf für dieses Ziel gegen die Unterdrücker und setzen auch ihre ganze schöpferische Kraft und Weisheit für den Aufbau des Sozialismus und Kommunismus ein.

Im Interesse der Verfechtung des Dschadschusong ist die souveräne Position in der Revolution und beim Aufbau konsequent zu bewahren.

Wie aus der Definition des Genossen Kim Il Sung hervorgeht, ist sie die Grundposition, die in der Revolution und beim Aufbau behauptet werden muss. Auf der souveränen Position zu bestehen ist die Forderung des revolutionären Kampfes um Dschadschusong.

Diese Position ist eine konsequent revolutionäre Haltung - der Standpunkt der Arbeiterklasse. Die Arbeiterklasse verkörpert im höchsten Maße die Selbstverwirklichung und ringt darum, sich aus eigener Kraft zu befreien und Herr ihres Schicksals zu werden. Der Sozialismus und Kommunismus ist ein großes historisches Vorhaben der Arbeiterklasse für die vollständige Durchsetzung des Dschadschusong der Volksmassen. Jede Haltung, die gegen die souveräne Position verstößt, hat mit dem Standpunkt der Arbeiterklasse, mit dem der Volksmassen nichts gemein und ist nur schädlich für die große Sache - für den Sozialismus und Kommunismus.

Die souveräne Position kommt darin zum Ausdruck, das Recht als Herr der Revolution und des Aufbaus wahrzunehmen. Das bedeutet, dass die Volksmassen alle Probleme in der Revolution und beim Aufbau nach eigener Beurteilung und Entscheidung entsprechend ihren Interessen lösen. Das Recht auf die Lösung dieser Probleme steht nur dem Herrn, dem Volk des jeweiligen Landes, zu. Alle diese Probleme in jedem Land müssen unter allen Umständen nach Beurteilung und Entscheidung des Volkes des betreffenden Landes bewältigt werden. Allein dadurch kann das Volk jedes Landes seine Interessen verteidigen, seinen Willen und seine Forderungen durchsetzen. Kein Volk darf Druck und Einmischung von außen zulassen. Durch Druck oder Bindung an andere unfähig zu sein, eigene Probleme selbst zu entscheiden, heißt, das Recht als Hausherr zu verlieren. Wer sich dem Willen der anderen fügt und den eigenen Interessen zuwiderläuft, übt faktisch Verrat an eigenem Recht als Hausherr.

Die souveräne Position zeigt sich außerdem darin, in jedem Fall die Pflicht als Hausherr zu erfüllen. Das bedeutet, dass die Volksmassen alle Probleme in der Revolution und beim Aufbau als würdevoller Hausherr, in eigener Verantwortung und aus eigener Kraft lösen. Da die Revolution und der Aufbau Sache der Volksmassen selbst sind, sollen sie alle Probleme auf jeden Fall aus eigener Kraft lösen. Es ist durchaus möglich, dass in der Revolution und beim Aufbau gegenseitige Hilfe geleistet wird. Jeder muss aber hauptsächlich auf die eigene Kraft vertrauen. Die eigene Pflicht anderen aufzuerlegen oder eigene Probleme auf Kosten anderer lösen zu wollen, hieße, sich der eigenen Verantwortung zu entziehen und den Standpunkt als Hausherr preiszugeben.

Die Bewahrung der souveränen Position ermöglicht es, immer und in jeder Situation nach eigener Auffassung und Überzeugung und mit dem revolutionären Geist, aus eigener Kraft zu schaffen, die Probleme in der Revolution des eigenen Landes und der eigenen Nation zu meistern sowie die Revolution und den Aufbau erfolgreich durchzuführen.

Das Volk jedes Landes ist verpflichtet, nicht nur gegen Aggression und Abhängigkeit aufzutreten und Dschadschusong des eigenen Landes unentwegt zu bewahren, sondern auch gegen die Imperialisten und die nach Vormacht Strebenden aufzutreten, die Dschadschusong anderer Länder beeinträchtigen. Nicht nur der Verletzung des eigenen, sondern auch der Unterdrückung des Dschadschusong der anderen muss man sich widersetzen. Das ist also der wahre Standpunkt für die Verteidigung des Dschadschusong.

Der revolutionäre Kampf der Volksmassen gegen die Imperialisten und die nach Vormacht Strebenden, die das Dschadschusong missachten, und für den Sieg der großen Sache - des Sozialismus und Kommunismus – verstärkt und entwickelt sich unablässig. Der Strom der Geschichte, das Streben der Menschen nach Dschadschusong, kann durch nichts aufgehalten werden. Nicht nur das heutige, sondern auch das künftige historische Zeitalter gehört den Volksmassen, die um Dschadschusong kämpfen.

3) DIE SOZIALHISTORISCHE BEWEGUNG IST EINE SCHOPFERISCHE BEWEGUNG DER VOLKSMASSEN

Die sozialhistorische Bewegung ist eine schöpferische Bewegung der Volksmassen, die die Natur umgestalten und die Gesellschaft erneuern.

Die Tätigkeit der Volksmassen für ein souveränes Leben ist von Schöpfertum geprägt. Der Mensch verwirklicht seine Lebensansprüche durch bewusstes Handeln.

Gegenstand der schöpferischen Aktivität des Menschen ist die Natur und die Gesellschaft. Eben er schafft durch sein Wirken zur Umgestaltung der ihn umgebenden Natur und der Gesellschaft, in der er lebt, neue materielle und kulturelle Werte, begründet eine neue Ordnung, neue Lebensverhältnisse.

Die Schöpfer, die die Natur und die Gesellschaft verändern, sind die Volksmassen, die das Bedürfnis haben, Überholtes zu liquidieren sowie Neues zu schaffen, und vom Schöpfertum geprägt sind, die Natur und Gesellschaft umzugestalten.

Die Menschheitsgeschichte ist eine Geschichte des Schaffens der Volksmassen.

Seit Beginn der Menschheitsgeschichte rangen die Volksmassen durch ihre schöpferische Arbeit um die Bezwingung der Natur, schufen sie für ihr Dasein und Gedeihen Reichtümer und erreichten durch ihre schöpferische Tätigkeit zur Überwindung des Veralteten soziale Fortschritte. Die Gesellschaft entwickelt sich durch das unermüdliche schöpferische Wirken der Volksmassen.

Diese Tätigkeit zur Eroberung der Natur und für den sozialen Fortschritt wird von ständigen Auseinandersetzungen begleitet. Das Schaffen ist gleichzeitig ein Prozess des Kampfes, ohne den es undenkbar ist, Neues hervorzubringen. Insbesondere die Ablösung der alten Gesellschaftsordnung durch eine neue und die soziale Befreiung der Volksmassen vollziehen sich in erbitterten Klassenkämpfen. Die Revolution beginnt und endet mit Kampf. Die Kräfte, die an der überkommenen Ordnung und dem alten Leben festhalten wollen, geben nicht widerstandslos ihre Position auf. Eine neue Ordnung, ein neues Leben kann nur durch die Vernichtung der überlebten Kräfte entstehen. All die Fortschritte und Umwälzungen der Menschheit in ihrer ganzen Geschichte sind schließlich Früchte des schöpferischen Kampfes der Volksmassen.

In diesem Ringen geht es darum, sich selbst als immer stärkeres Wesen zu entwickeln.

Die Volksmassen verändern die Natur, entwickeln die Gesellschaft weiter und bilden dabei schöpferische Fähigkeiten heraus. Die Geschichte der Produktivkräfte ist eine Geschichte des Wachstums der Schaffenskraft der Menschen bei der Bezwingung der Natur, und die Geschichte der sozialen Revolution ist eine Geschichte der Stärkung der revolutionären Potenzen der Volksmassen, die die Gesellschaft verändern.

Mit dem Wachstum der schöpferischen Fähigkeiten der Volksmassen entwickelt sich dementsprechend die sozialhistorische Bewegung.

Die kommunistische Bewegung, die aus der Arbeiterklasse hervorgeht und sich entfaltet, ist die höchste Form der schöpferischen Bewegungen in der Geschichte der Menschheit. Die kommunistische Bewegung erstrebt die einzig ideale Gesellschaft der Menschheit, die sich von allen bisherigen Klassengesellschaften grundlegend unterscheidet, nämlich den Aufbau jener Gesellschaft, in der Dschadschusong und das Schöpfertum der Volksmassen allseitig durchgesetzt sind. Auch ihre Schaffenskraft wird durch die revolutionäre Bewegung der Arbeiterklasse in höchstem Maße entfaltet. Die werktätigen Volksmassen, deren schöpferisches Tun die herrschenden Klassen zu allen Zeiten in den in antagonistische Klassen gespaltenen Gesellschaften behindern, werden erst kraft der revolutionären Bewegung der Arbeiterklasse, der kommunistischen Bewegung, zu wahren Gestaltern der Geschichte, die die Welt entsprechend ihrem Willen und ihren Bedürfnissen verändern und ihr Schicksal selbst schmieden.

Die revolutionäre Bewegung als Ausdruck der schöpferischen Aktivität der Volksmassen erfordert, im Kampf für die Umgestaltung der Natur und Gesellschaft stets und unbeirrbar eine schöpferische Position einzunehmen.

Die Wahrung dieser Position ist für den Sieg der revolutionären Bewegung unabdingbar. Die Volksmassen können erst dann ihrer Stellung und Rolle als Herr der Revolution und des Aufbaus voll entsprechen, wenn sie unentwegt solch eine Haltung einnehmen.

Die schöpferische Position ist der Standpunkt, den die Volksmassen als Umgestalter der Natur und Gesellschaft wie auch als Bahnbrecher des eigenen Geschicks objektiv vertreten müssen, denn andernfalls sind sie außerstande, die Natur und Gesellschaft nach ihrem Willen und ihren Bedürfnissen zu formen, ihr Schicksal in die Hand zu nehmen und selbst zu bestimmen. Die Wahrung dieser Position ist das unerschütterliche Unterpfand, alles gemäß den Erfordernissen der Revolution, den Interessen der Volksmassen und aus eigener Kraft zu bewältigen.

In der schöpferischen Position sehen wir, wie Genosse Kim Il Sung sagte, die grundlegende Methode, auf der Revolution und Aufbau basieren müssen.

Die revolutionäre Bewegung gebietet, sich fest auf das schöpferische Gedankengut und Wirken der Volksmassen zu stützen und diese voll zu entfalten. Die Volksmassen sind die Herren der Revolution und deren Haupttriebkraft und Träger unversiegbaren Schöpfertums. Wer sich davon leiten lässt, vermag die objektive Welt richtig zu erkennen, alles im Einklang mit den realen Verhältnissen zu meistern sowie die Natur und Gesellschaft erfolgreich zu verändern. Die schöpferische Position verkörpert die Methode, die Schaffenskraft der Volksmassen aktiv zu entfalten, so Revolution und Aufbau voller Initiative voranzubringen, die auf dem Vormarsch entstehenden Hindernisse durch den Massenkampf zu überwinden, stetige Neuerungen und Fortschritte zu erreichen.

Die revolutionäre Bewegung entfaltet sich immer in der konkreten, mannigfaltigen und sich ständig verändernden Wirklichkeit. Sie tritt Schematismus und Dogmatismus aller Schattierungen entgegen und bekämpft die überholte Einstellung, Fremdes mechanisch nachzuahmen. Schematisches Verhalten und dogmatische Denkweise hemmen das Schöpfertum, hindern daran, die sich ständig verändernde Wirklichkeit mit ihrer Vielfältigkeit klar zu erkennen und wissenschaftliche Wege für die Revolution und den Aufbau zu finden. Wer auf dem festen Boden der konkreten Realität steht und eine schöpferische Position zu allem einnimmt, ist fähig, richtige Wege zur Umgestaltung der Natur und Gesellschaft aufzuspüren und sie umsichtig zu nutzen. In der schöpferischen Position erblicken wir die Methode als Mittel, dogmatische Einstellungen zu verwerfen, eigenständig die Realität lebendig und konkret zu erfassen und alles dementsprechend zu lösen.

Die schöpferische Position verkörpert die revolutionäre Methode, den Forderungen unserer Zeit, in der die Volksmassen Herren der Geschichte sind, sich die revolutionäre Bewegung vertieft und weiterentwickelt, in höchst bewährter Weise nachzukommen. Unsere Epoche gebietet, in der Revolution und beim Aufbau die Rolle der Volksmassen optimal zu verstärken und alle Fragen einfallsreich zu lösen. Die schöpferische Position ist ein zuverlässiges Unterpfand, die Strategie und die Kampfrichtungen der Revolution in Übereinstimmung mit den neuen Gegebenheiten der Entwicklung unserer Epoche und der Revolution wissenschaftlich festzulegen, die Schaffenskraft der Volksmassen in höchstem Maße ständig zu entfalten und so die Revolution zum Sieg zu führen.

4) DAS SELBSTBEWUSSTSEIN DER VOLKSMASSEN IST IM REVOLUTIONÄREN KAMPF ENTSCHEIDEND

Die Revolution wird durch den bewussten Kampf der Volksmassen vorangetrieben und zum Sieg geführt.

In neuer Weise beleuchtete Genosse Kim Il Sung den Grundsatz, dass das Selbstbewusstsein der Volksmassen im revolutionären Kampf entscheidend ist.

Das Handeln der Menschen wird von ihrem Denken und Bewusstsein bestimmt, reguliert und kontrolliert.

Das Bewusstsein ist überhaupt das wesentlichste Attribut, das den Menschen zum höchst entwickelten und stärksten Wesen der Welt macht. Das Bewusstsein ist die Funktion des Hirns, des höchstorganisierten menschlichen Organs. Das Hirn ist für die Tätigkeit des Menschen das Wesentlichste, und das Bewusstsein als Funktion des Gehirns bestimmt das ganze Handeln des Menschen.

Das Denken und Bewusstsein widerspiegelt die Bedürfnisse und die Interessen der Menschen und übt daher auf ihre Tätigkeit den aktivsten Einfluss aus. Losgelöst von den bestimmenden und regulierenden Faktoren des Bewusstseins ist eine eigenständige und schöpferische Tätigkeit des Menschen undenkbar.

Der Mensch muss, wenn er ein eigenständiges und schöpferisches Wesen sein will, in sich das Selbstbewusstsein entwickeln. Es kommt darin zum Ausdruck, dass er der Herr seines Schicksals ist und den Willen hat, es selbst zu gestalten. Der Mensch mit solch einem Bewusstsein vermag auch entsprechend zu handeln und so die Natur zu bezwingen und gegen jene Tyrannen entschieden zu kämpfen, die Dschadschusong aushöhlen und unterdrücken. Die Tätigkeit des Menschen, der die Welt wissenschaftlich erkannt hat und sie aktiv verändert, ist die Widerspiegelung seiner Bewusstheit, und das Handeln der Menschen für die Umwälzung der Natur und Gesellschaft ist schließlich funktional durch ihr Denken und Bewusstsein determiniert.

Das Selbstbewusstsein spielt eine entscheidende Rolle in der revolutionären Bewegung für Dschadschusong der Volksmassen.

Jede revolutionäre Bewegung ist eine bewusste Bewegung, die durch das Wachrütteln der Volksmassen mit fortschrittlichen Ideen beginnt und gestützt auf deren Kraft zum Sieg geführt wird.

Das Denken und Bewusstsein ist der ausschlaggebende Faktor für das Handeln der Menschen in der Revolution und beim Aufbau.

Es bestimmt dabei den Klassencharakter der Aktionen aller Beteiligten. In der Klassengesellschaft kann es keine über den Klassen stehenden Ideen geben, und das Wesentliche des Bewusstseins der Menschen ist das Klassenbewusstsein, von dem ihre Einstellung zum Klassenkampf geprägt wird. Zweifellos entspringt das Handeln der Menschen ihrer sozialen und Klassenlage und ist auch dadurch bedingt. Sie übt aber ihren Einfluss auf das Handeln der Menschen immer über deren Bewusstsein aus. In der Klassengesellschaft kämpfen die Menschen für die Interessen einer bestimmten Klasse, und das wird durch die Ideologie jener Klasse entschieden, zu der sie sich bekennen. Diejenigen, die die Ideen der fortschrittlichen Klassen, Selbstbewusstsein haben, sind fähig, den Standpunkt ihrer Klasse einzunehmen und sich für den Triumph der Revolution einzusetzen.

Auch der Wille und die Kampffähigkeit der Menschen, die sie in der revolutionären Bewegung zeigen, werden von ihren Ideen bestimmt. In welch starkem Maße sie ihren Willen und ihre Kraft beweisen, hängt von ihrem ideologischen Reifegrad ab. Nur wer vom hohen Selbstbewusstsein beseelt ist, vermag im revolutionären Kampf einen unerschütterlichen Standpunkt zu vertreten, mit festem Willen aktiv an der Revolution teilzunehmen und jeglichen Schwierigkeiten und Bewährungsproben zum Trotz mit aller Konsequenz zu kämpfen.

Die revolutionären Potenzen der Massen sind unerschöpflich, können sich jedoch nicht in hohem Maße entfalten, wenn sie ideologisch nicht wachgerüttelt sind. Solche Massen sind, selbst wenn sie ausgebeutet und unterdrückt werden, außerstande, sich zum revolutionären Kampf zu erheben und die Natur und Gesellschaft entsprechend ihren Bedürfnissen erfolgreich umzugestalten. Nur die Massen, die sich ihrer Klasseninteressen bewusst sind, können ihre revolutionären Potenzen effektiv ausschöpfen und den Sieg der Revolution erringen.

Die Rolle des Denkens und Bewusstseins verstärkt sich ständig, je mehr sich die revolutionäre Bewegung entwickelt.

Die kommunistische Bewegung, die höchste Etappe der revolutionären Bewegungen, fordert ihrem Wesen nach ein hohes Bewusstsein der Menschen. Die sozialistische und die kommunistische Gesellschaft ist eine Gesellschaft, die von den Volksmassen zielgerichtet geschaffen wird. Nach der Machtergreifung durch die Arbeiterklasse und der Errichtung der sozialistischen Ordnung verstärkt sich unvergleichlich die Rolle des Bewusstseins beim Aufbau des Sozialismus und Kommunismus. Während im Kapitalismus Hungersnot und Zwangsdisziplin herrschen, beruht der Sozialismus und Kommunismus auf dem Selbstbewusstsein des Menschen. Im Sozialismus, in der Übergangsetappe zu seiner höheren Formation, ist natürlich eine Kontrolle erforderlich. Im Laufe des voranschreitenden Aufbaus des Sozialismus und Kommunismus kommt dem Bewusstsein der Menschen eine größere Bedeutung zu, je mehr die Muttermale der alten Gesellschaft ausgemerzt werden. Der Sozialismus und Kommunismus schafft alle Voraussetzungen, die Rolle des Bewusstseins der Menschen zu verstärken. In der sozialistischen Gesellschaft herrscht die fortschrittliche Ideologie der Arbeiterklasse. Während der Kapitalismus sogar das Denken und Handeln der Menschen zum Anhängsel des Goldes macht, entwickelt der Sozialismus und Kommunismus die Volksmassen zu wahren Herren der Gesellschaft und stimuliert so außerordentlich den revolutionären Elan und die schöpferische Aktivität der Massen.

Die außergewöhnlich große Rolle des Bewusstseins im revolutionären Kampf um Sozialismus und Kommunismus hängt auch mit dem besonderen Charakter der revolutionären Ideologie der Arbeiterklasse selbst zusammen.

Die Rolle, die die Ideologie in der gesellschaftlichen Entwicklung spielt, wird durch deren Klassencharakter und Inhalt bestimmt. Die reaktionäre Ideologie der Ausbeuterklassen hemmt die gesellschaftliche Vorwärtsbewegung, die Ideologie der progressiven Klasse aber beschleunigt sie. Die revolutionäre Ideologie der höchst souveränen Arbeiterklasse hat einen gegenüber allen anderen progressiven Ideen in der Geschichte unvergleichlich stärkeren umwälzenden Einfluss. Diese Ideologie verwandelt sich in eine gewaltige materielle Kraft des gesellschaftlichen Fortschritts, denn sie spiegelt die Entwicklungsgesetze der Gesellschaft und die Bestrebungen der Volksmassen wissenschaftlich wider. Die Ideologie als Waffe der Arbeiterklasse ist ein Mittel, mit dem man die Realität erkennt, revolutionär verändert und die Zukunft gestaltet. Die revolutionäre Ideologie erfüllt zum Unterschied von der reaktionären Ideologie der Ausbeuterklassen, die den historischen Fortschritt behindert und die überlebte Ordnung verteidigt, die Mission, die geschichtliche Vorwärtsbewegung zu beschleunigen und weiter zu führen.

Die revolutionären Bewegungen sind bewusste Bewegungen. Daher ist im revolutionären Kampf und beim Aufbau unter allen Umständen die Ideologie der Menschen als Kern der Sache anzusehen. Das ist ein wichtiges Prinzip, das in der Revolution und beim Aufbau eingehalten werden muss.

Das bedeutet, die Ideologie als ausschlaggebenden Faktor zu betrachten und alles durch die verstärkte Rolle des Bewusstseins zu lösen.

Es ist ein gesetzmäßiges Erfordernis der Entwicklung der revolutionären Bewegungen, den ideologischen Faktor als entscheidend anzuerkennen. In diesen Bewegungen spielt auch die materielle Seite eine große Rolle. Eine Revolution vollzieht sich aber keinesfalls im Selbstlauf, auch wenn dafür die materiellen Voraussetzungen vorhanden sind. Von der bewussten Tätigkeit der Menschen hängt es ab, wie sie genutzt werden. Überhaupt hängt es von den Menschen ab, wie die materiellen Voraussetzungen geschaffen werden. Je nachdem, wie sie mitwirken, geht es damit rasch oder schleppend voran. Nur der aktive Kampf der Revolutionäre und der Volksmassen vermag die Revolution voranzutreiben. Bekanntlich entbrennt ein revolutionärer Kampf nicht erst nach der Schaffung aller Bedingungen und auch nicht nur in einer günstigen Situation.

Mit den Händen in den Schoß gelegt auf das Heranreifen aller Voraussetzungen zu warten hieße faktisch, auf die Revolution zu verzichten. Es geht also im revolutionären Kampf und beim Aufbau darum, die erstrangige Aufmerksamkeit auf den ideologischen Faktor zu richten und, darauf gestützt, sich intensiv für die Schaffung aller Bedingungen einzusetzen.

Es ist eine den Kommunisten wesenseigene Methode, alles durch die Erhöhung des Bewusstseins der Massen zu lösen. Die Kommunisten, die um die Freiheit und das Wohl des Volkes ringen, rufen die Menschen zum bewussten Kampf auf, indem sie sie ideologisch wachrütteln und überzeugen, um so die Revolution zum Sieg zu führen und ihre hehre Mission zu erfüllen. Sie haben eine mächtige ideologische Waffe, mit der sie das ganze Volk aufrütteln und mobilisieren können. Auch die Klasse der Kapitalisten ist bestrebt, ihre Ideologie zu verbreiten, kann sie aber nicht in den Volksmassen verwurzeln, weil sie grundlegend deren Interessen widerspricht. Nur die Ideologie der Arbeiterklasse, die die Belange der Werktätigen verficht, kann vom ganzen Volk akzeptiert und zur einzig herrschenden Ideologie der ganzen Gesellschaft werden.

Die Menschen politisch und ideologisch wachzurütteln und auf diesem Wege alles zu meistern - das ist eine unerschütterliche Garantie für den Triumph der Revolution und des Aufbaus. Ein hohes revolutionäres Bewusstsein der Volksmassen ist die Voraussetzung, den revolutionären Kampf und den Aufbau zügig voranzubringen, die ungünstigen Bedingungen zu überwinden und den Sieg der Revolution zu beschleunigen.

4. DAS LEITPRINZIP DER JUCHE-IDEOLOGIE

Das Leitprinzip der Juche-Ideologie ist eine Richtlinie zur Durchsetzung des Juche in der Tätigkeit der Partei und des Staates, in der Revolution und beim Aufbau überhaupt. Darin sind die Grundsätze umrissen, wonach die selbständige und die schöpferische Position zu waren und durch die verstärkte Rolle des Bewusstseins die Revolution und der Aufbau erfolgreich zu verwirklichen ist.

Für die Durchsetzung der Juche-Ideologie in der Revolution und beim Aufbau muss unbedingt ihr Leitprinzip mit aller Konsequenz eingehalten werden.

1) DIE EIGENSTÄNDIGE POSITION IST ZU WAHREN

Zur Meisterung der Revolution und des Aufbaus entsprechend den Forderungen der Juche-Ideologie ist es notwendig, in der Tätigkeit der Partei und des Staates Dschadschusong zu wahren und zu realisieren.

Als Grundsatz zur Durchsetzung des Dschadschusong legte Genosse Kim 11 Sung das Prinzip dar: Juche in der Ideologie, Souveränität in der Politik, Selbständigkeit in der Wirtschaft und Selbstverteidigung zum Schutze des Landes. Das Prinzip - Juche, Souveränität, Selbständigkeit und Selbstverteidigung - ist das Leitprinzip für die Verwirklichung des Dschadschusong auf dem Gebiet der Ideologie, Politik, Wirtschaft und der Landesverteidigung.

(1) Juche in der Ideologie

Es ist das erste Erfordernis im revolutionären Ringen der Volksmassen für Dschadschusong, das Juche in der Ideologie durchzusetzen. Das ist die Voraussetzung dafür, in der Politik, Wirtschaft und Landesverteidigung und in allen anderen Bereichen dem Juche zum Durchbruch zu verhelfen, denn die Revolution und der Aufbau gründen sich auf die bewusste Tätigkeit der Menschen.

In der Ideologie das Juche verwirklichen bedeutet, dass man sich dessen bewusst ist, Herr der Revolution und des Aufbaus zu sein, dass man in der ganzen Denkweise und in der Praxis die Revolution des eigenen Landes in den Mittelpunkt rückt und den Standpunkt vertritt, bei der Lösung aller Fragen auf das eigene Wissen und die eigene Kraft zu vertrauen.

Die revolutionäre Partei und das Volk jedes Landes sind die Herren der Revolution des jeweiligen Landes, und ihre Hauptaufgabe besteht in der erfolgreichen Verwirklichung der Revolution in ihrem Land. Auch die Weltrevolution kann erst dann schnell vorankommen, wenn alle Länder die Revolution mit Erfolg verwirklichen und sich auf dieser Grundlage gegenseitig unterstützen. Demnach sind die revolutionäre Partei und das Volk jedes Landes verpflichtet, in der Ideologie das Juche fest zu verankern und vom Standpunkt als Hausherr aus die Revolution und den Aufbau des eigenen Landes mit Verantwortung zu vollbringen.

Die Durchsetzung des Juche in der Ideologie setzt voraus, sich mit den revolutionären Ideen der Arbeiterklasse und der Linie und Politik ihrer Partei auszurüsten.

Die Arbeiterklasse ist eine souveräne Klasse, und ihre revolutionären Ideen verkörpern die Souveränität. Nur wenn man damit gewappnet und sich dessen bewusst ist, Herr der Revolution zu sein, kann man auch in jeder schwierigen und komplizierten Situation Revolution und Aufbau mit Erfolg verwirklichen.

Richtschnur für die Revolution und den Aufbau in jedem Land ist die Politik der revolutionären Partei des entsprechenden Landes, in der die revolutionäre Ideologie der Arbeiterklasse verkörpert ist. Wer sich die Politik dieser Partei zu eigen macht und sie im Denken und Handeln zum Kompass nimmt, ist imstande, die Revolution und den Aufbau im Einklang mit den Bedürfnissen des eigenen Volkes und den realen Verhältnissen des eigenen Landes voranzubringen und seiner Pflicht als Herr der Revolution voll gerecht zu werden.

Wir setzen das Juche in der Ideologie durch, das heißt, wir wappnen uns mit der Juche-Ideologie und der darauf beruhenden Politik der Partei und setzen das einheitliche ideologische System der Partei durch. Wir können erst davon sprechen, dass das Juche in der Ideologie fest verankert ist, wenn die ganze Partei und die ganze Gesellschaft vom einheitlichen ideologischen System durchdrungen sind.

Die Verwirklichung des Juche in der Ideologie erfordert, das Eigene gut zu kennen.

Wer mit den Dingen seines Landes voll vertraut ist, vermag aus eigener Entscheidung und entsprechend der Realität an die Lösung aller Fragen in der Revolution und beim Aufbau heranzugehen, Revolution und Aufbau gemäß den Bestrebungen und Bedürfnissen des eigenen Volkes zu meistem, große Liebe zum Vaterland und Volk entgegenzubringen sowie patriotische Selbstaufopferung und hohen revolutionären Elan zu zeigen.

Die Koreaner müssen sich in der Geschichte, Geographie, Wirtschaft und Kultur ihres Landes wie auch den

Bräuchen ihres Volkes, insbesondere in der Politik, der Geschichte der Revolution und den revolutionären Traditionen unserer Partei gründlich auskennen. So vermögen sie es, wahre Patrioten und Kommunisten Koreas zu werden, die vom Juche durchdrungen sind.

Die Verwirklichung des Juche in der Ideologie setzt hohen Nationalstolz und hohe revolutionäre Würde voraus.

Fehlt es an Stolz darauf, dass die eigene Nation keineswegs den anderen nachsteht und fehlt es an Würde und Selbstachtung, ein Volk zu sein, das die Revolution vollbringt, ist es undenkbar, nach klarem eigenem Vermögen ein souveränes Leben zu gestalten, die nationale Unabhängigkeit und Würde zu verteidigen und im harten revolutionären Kampf zu siegen. Eine Nation mit starkem Nationalstolz und hoher revolutionärer Würde ist unbesiegbar, andernfalls ist sie machtlos. Für das Volk eines kleinen Landes, das andere lange Zeit unterdrückt haben, ist es dringender denn je notwendig, von großem Nationalstolz und hoher revolutionärer Würde erfüllt zu sein. Die kleinen Länder, in denen infolge der Machenschaften der Imperialisten zur kolonialen Assimilation und ihrer auf die Erdrosselung der Nationalkultur gerichteten Politik nach wie vor nationaler Nihilismus und Kriechertum tief verwurzelt sind, sollten sich ganz besonders für Nationalstolz und revolutionäre Würde einsetzen.

Das ganze Volk muss auf seine kluge und mutige koreanische Nation stolz sein, insbesondere auf die Würde eines Volkes, das unter Führung des Genossen Kim Il Sung die Revolution vollzieht.

Die Durchsetzung des Juche in der Ideologie muss mit der weiteren Pflege der Nationalkultur und der Hebung des kulturellen und technischen Niveaus der Massen einhergehen.

Die Schaffung einer Kultur, die in der Form national und im Inhalt revolutionär und sozialistisch ist, einer Juche-Kultur, die die Mentalität des eigenen Volkes anspricht und in der die Anschauungen der Arbeiterklasse klar dominieren, trägt dazu bei, das ideologisch-geistige Leben der Menschen in richtige Bahnen zu lenken und das Juche in der Ideologie besser mit Leben zu erfüllen. Die weitere umsichtige Pflege der sozialistischen Nationalkultur gebietet, der kulturellen Infiltration des Imperialismus ein für allemal einen Riegel vorzuschieben, zugleich die archaische und die nihilistische Tendenz zum nationalen Kulturerbe zu bekämpfen, dessen beste Traditionen fortzusetzen und weiterzuentwickeln sowie das Progressive aus der Kultur anderer Länder, das die Gefühle des eigenen Volkes anspricht, kritisch zu übernehmen.

Auch die intensive Entfaltung von Wissenschaft und Technik sowie die Erhöhung des kulturellen und technischen Niveaus der Massen ist eine Voraussetzung, die Werktätigen in wahre Herren der Natur und Gesellschaft zu verwandeln, die Neigung, in Wissenschaft und Technik nur auf andere zu schauen und sich auf andere angewiesen zu fühlen, mit der Wurzel auszumerzen und das Juche mit aller Konsequenz in die Tat umzusetzen.

Kriechertum und überlebte Anschauungen jeglicher Art müssen bekämpft werden, um das Juche in der Ideologie zu verwirklichen.

Juche in der Ideologie bedeutet geradezu die Befreiung der Menschen von den überholten Ideen und die ideologische Revolution zur Herausbildung einer neuen, der Juche-­Weltanschauung. Das erfordert, alle dieser Weltanschauung wesensfremden überkommenen Ideen zurückzuweisen und insbesondere dem Kriechertum den Garaus zu machen.

Das Kriechertum bedeutet Untertanengeist, der sich in der Verherrlichung und Anbetung großer und entwickelter Länder äußert, ist der nationale Nihilismus, der sich darin äußert, das eigene Land, die eigene Nation zu unterschätzen und sie herabzuwürdigen. Wer mit Kriechertum behaftet ist, himmelt andere an und gehorcht ihnen, auch den Revisionisten und Dogmatikern.

Aus der Definition des Genossen Kim Il Sung ist ebenfalls zu ersehen, dass ein kriecherischer Mensch ein Versager ist, ein Land, falls sich eine Nation ebenso verhält, zugrunde geht, sowie Revolution und Aufbau, wenn eine Partei davon betroffen ist, zum Untergang verurteilt sind.

Über alle Maßen schädlich und gefährlich ist heute das Kriechertum besonders gegenüber dem USA-Imperialismus, das sich in der Furcht vor den USA und ihrer Vergötterung äußert und das dem revolutionären Kampf der Völker gewaltigen Abbruch tut. Die Schädlichkeit der Katzbuckelei vor dem USA-Imperialismus wirkt sich gegenwärtig in Südkorea besonders krass aus. Diese Gedanken der Unterwürfigkeit, die die imperialistischen USA-Aggressoren und deren Lakaien verbreiten, sind das verheerendste ideologische Gift, das das National- und Klassenbewusstsein der Südkoreaner paralysiert und das wertvolle Kulturerbe und die schönen Bräuche unserer Nation zersetzt. Ohne die verstärkte Bekämpfung der unter der südkoreanischen Bevölkerung herrschenden Gedanken der Furcht vor den USA und ihrer Anbetung und ohne das intensivere Ringen um die Erhöhung des nationalen Selbstbewusstseins ist weder der Sieg der südkoreanischen Revolution noch die selbständige Vereinigung der Heimat denkbar.

Im Kampf gegen das Kriechertum und für die Verwirklichung des Juche in der Ideologie geht es um eine ernste Frage, die über das Schicksal der Revolution entscheidet. Wir werden diesen Kampf immer mehr aktivieren, um der koreanischen Revolution zum endgültigen Triumph zu verhelfen.

(2) Souveränität in der Politik

Die Politik ist ein entscheidender Bereich im gesellschaftlichen Leben. Wer von einer souveränen Politik nichts wissen will, darf auch nicht von Dschadschusong sprechen. Auch das Juche in der Ideologie findet seinen Ausdruck vor allem in der souveränen Politik, und die Selbständigkeit in der Wirtschaft wie auch die Selbstverteidigung werden ebenfalls durch die politische Souveränität garantiert.

Dschadschusong in der Politik zu wahren, bedeutet, die nationale Unabhängigkeit und das souveräne Recht des eigenen Volkes zu verteidigen, seine Interessen zu verfechten und eine Politik zu betreiben, die sich auf die Kraft des eigenen Volkes stützt.

Das politische Dschadschusong ist, wie Genosse Kim Il Sung sagte, das entscheidende Kriterium eines souveränen und unabhängigen Staates und der Lebensnerv. Jede Nation vermag erst dann ihre Unabhängigkeit und Freiheit zu gewährleisten, ihr Wohl und Gedeihen zu sichern, wenn sie das politische Dschadschusong bewahrt. Der revolutionäre Kampf ist vor allem ein Ringen um Dschadschusong in der Politik. Da sich alle Fragen der Revolution und des Aufbaus direkt aus der Politik ableiten, gelangen wir zu dem Schluss, dass das Schicksal der revolutionären Sache schließlich von dem politischen Dschadschusong entschieden wird.

Das Dschadschusong in der Politik setzt voraus, eine Volksmacht zu errichten.

Das souveräne Recht der Menschen findet ihren konzentrierten Ausdruck in der Staatsmacht. So müssen die Arbeiterklasse, die Volksmassen vor allem zu Herren der Macht werden, wenn sie Dschadschusong vollständig realisieren wollen. Sie können erst dann das politische Dschadschusong durchsetzen und sich eines souveränen und schöpferischen Lebens erfreuen, sofern sie die Macht in ihren Händen halten und zu wahren Herren des Staates und der Gesellschaft geworden sind.

Zur Wahrung des Dschadschusong in der Politik gilt es, die politischen Juche-Kräfte zu formieren.

Sie sind die wichtigste Stütze der Revolution. Diese Kräfte zu stärken und auf sie zu bauen, ist die Vorbedingung, die Souveränität zu erringen, zu verteidigen und eine eigenständige Politik zu betreiben. All das setzt voraus, die Partei als Vorhut der Revolution zu stabilisieren sowie die Einheit und Geschlossenheit des ganzen Volkes herzustellen, die auf dem Bündnis der Arbeiter und Bauern beruht, dessen Kern die Arbeiterklasse ist. Wichtig ist vor allem, das ganze Volk ehern um die Partei und den Führer zu scharen. Die Partei und das Volk können erst dann unversiegbare Leistungen vollbringen, in der Revolution und beim Aufbau den Sieg erreichen, wenn sie als politische Kraft zu einer Einheit fest zusammengeschlossen sind.

Das Dschadschusong in der Politik verlangt, mit einer eigenen Leitideologie und nach eigenem Entschluss die Politik festzulegen und durchzusetzen.

Die Hauptsache hierbei ist, die Politik zu bestimmen und zu verwirklichen. Von einer eigenständigen Politik kann erst dann die Rede sein, wenn die gesamte Politik selbständig ausgearbeitet und durchgesetzt wird. Wer in der Politik den Druck und die Einmischung des anderen zulässt oder nach dessen Kommando handelt, kann keine Prinzipienfestigkeit und Konsequenz bewahren, und schließlich sind Revolution und Aufbau verloren.

Unsere Partei konnte in der Revolution und beim Aufbau stets großartige Siege erreichen, weil sie unter der klugen Führung des Genossen Kim Il Sung die gesamte Politik entsprechend den Interessen unseres Volkes und entsprechend unserer Realität eigenständig festlegte und realisierte und sich dabei einzig und allein von der Juche-Ideologie leiten ließ.

Voraussetzung für Dschadschusong auf politischem Gebiet ist es, in den auswärtigen Beziehungen die Souveränität und die Gleichberechtigung vollauf auszuüben.

Das Dschadschusong einer Partei und eines Staates kommt schließlich in den Auslandsbeziehungen zum Ausdruck. Es erweist sich als eine Grundfrage für die Sicherung des politischen Dschadschusong, in den auswärtigen Beziehungen das volle Recht auf Souveränität und Gleichberechtigung zu gewährleisten. Die Souveränität ist heiliges Recht aller revolutionären Parteien, aller Länder und Nationen. In der Welt gibt es große und kleine Parteien und Länder wie auch wirtschaftlich entwickelte und zurückgebliebene Nationen, doch sie alle sind gleichberechtigt und souverän. Niemand darf das souveräne Recht des anderen verletzen oder es preisgeben.

Dschadschusong steht keineswegs im Widerspruch zum Internationalismus, sondern ist vielmehr eine Grundlage für dessen Festigung. So wie eine von der Revolution des eigenen Landes getrennte Weltrevolution undenkbar ist, kann es auch keinen Internationalismus geben, der von Dschadschusong losgelöst ist. Die internationalistische Geschlossenheit beruht an sich auf Freiwilligkeit und Gleichberechtigung. Sie kann aber erst dann freiwillig, gleichberechtigt, wahrhaftig und stabil sein, wenn sie auf Dschadschusong beruht.

Unsere Partei verfolgt den Kurs, gegen den Imperialismus aufzutreten, die nationalen Befreiungsbewegungen in den Kolonien und die internationale Arbeiterbewegung zu unterstützen, dem Sozialismus und Kommunismus weiterhin entgegen zuschreiten sowie auf der Grundlage der Einhaltung der Prinzipien der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten, der gegenseitigen Achtung, der Gleichberechtigung und des gegenseitigen Vorteils die Geschlossenheit mit den sozialistischen Ländern und der kommunistischen Weltbewegung zu festigen. Unser Land hält ferner unverändert an dem Kurs fest, sich gestützt auf die Prinzipien - territoriale Integrität, Achtung der Souveränität, Nichtangriff, Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten, Gleichberechtigung und gegenseitiger Vorteil - mit den nichtpaktgebundenen, aufstrebenden Ländern verbünden und mit allen Ländern zusammenzuarbeiten, die uns freundschaftlich gesinnt sind.

Auch künftig werden wir uns in den Auslandsbeziehungen an die Souveränität und die Gleichberechtigung halten und das Prinzip, Dschadschusong mit dem Internationalismus zu verbinden, wahren.

(3) Selbständigkeit in der Wirtschaft

Die Wirtschaft ist die materielle Basis des gesellschaftlichen Lebens. Eine selbständige Wirtschaft ist eine Gewähr dafür, die Unabhängigkeit eines Landes zu konsolidieren, ein souveränes Leben zu gestalten, das Juche in der Ideologie, die Souveränität in der Politik und die Selbstverteidigung zuverlässig zu sichern und dem Volke ein wohlhabendes materielles und kulturelles Leben zuteil werden zu lassen.

Das Prinzip, in der Wirtschaft selbständig zu sein, setzt den Aufbau einer eigenständigen Nationalwirtschaft voraus.

Die Schaffung solch einer Wirtschaft bedeutet, eine von anderen unabhängige und auf eigenen Beinen voranschreitende Wirtschaft aufzubauen, die dem eigenen Volk dient und sich auf der Grundlage der einheimischen Ressourcen und der Kraft des eigenen Volkes entwickelt. Das ist unerlässlich, um die Naturschätze des Landes rationell und komplex zu nutzen, die Produktivkräfte rasch zu entwickeln, den Lebensstandard des Volkes ständig zu verbessern, eine feste materiell-technische Basis des Sozialismus zu schaffen sowie die politische, ökonomische und militärische Macht zu stärken, überdies in den internationalen Beziehungen politisch und wirtschaftlich die volle Souveränität und Gleichberechtigung auszuüben, zur Konsolidierung der antiimperialistischen, nach Souveränität strebenden sowie der sozialistischen Kräfte in der Welt beizutragen. Der Aufbau einer selbständigen Nationalwirtschaft besonders in den Ländern, die infolge der imperialistischen Herrschaft und Ausplünderung ökonomisch und technisch zurückgeblieben sind, erweist sich als lebenswichtig. Erst durch die Schaffung solch einer Wirtschaft werden diese Länder imstande sein, der neokolonialistischen Politik der Imperialisten eine Abfuhr zu erteilen, sich vollständig von deren Herrschaft und Ausbeutung zu befreien, die nationale Diskriminierung zu überwinden und dynamisch den Weg zum Sozialismus zu beschreiten.

Der Aufbau einer selbständigen Nationalwirtschaft erfordert die Befolgung des Prinzips, aus eigener Kraft zu schaffen.

Dieses Prinzip entspricht dem revolutionären Geist und dem Kampfprinzip der Kommunisten, eigenständig die Revolution zuendezuführen. Auch beim Wirtschaftsaufbau geht es wie überhaupt in der Revolution und beim Aufbau darum, auf die eigene Kraft zu vertrauen und sich darauf zu stützen. Ein Volk, das auf sich selbst verlässt und unermüdlich kämpft, vermag jedes schwierige Vorhaben zu bewältigen, während ein Volk, das nicht darauf vertraut und nur auf andere blickt, außerstande ist, auch nur mit einem Problem fertig zu werden. Erst wenn ein Volk getreu dem Prinzip, aus eigener Kraft zu schaffen, die Potenzen und die Ressourcen seines Landes mobilisiert, die eigenen finanziellen und technischen Mittel nutzt, ist es in der Lage, die Wirtschaft selbständig und mit hohem Tempo weiterzuentwickeln, alle Schwierigkeiten zu überwinden sowie das Aufblühen und das Gedeihen des Landes zu erreichen.

Die Schaffung einer selbständigen Nationalwirtschaft verlangt, sie allseitig und komplex auszubauen.

Die sozialistische selbständige Wirtschaft hat zum Unterschied von der nur auf Profit orientierten Wirtschaft des Kapitalismus auf jeden Fall das Ziel, den Bedarf des Landes und des Volkes zu decken. Deshalb muss sie objektiv allseitig und komplex entwickelt werden, denn nur so kann sie die Produktion von Erzeugnissen der Schwer- und Leichtindustrie sowie der Landwirtschaft sichern, die zur Stärkung des Landes und zur Verbesserung der Lebenslage des Volkes notwendig sind. Das ist der Weg, die Wirtschaft auf einem festen Fundament stabil und rasch weiterzuentwickeln.

Der Aufbau solch einer Wirtschaft erfordert, wie unsere praktischen Erfahrungen zeigen, die Linie zu verfolgen, bei vorrangigem Wachstum der Schwerindustrie gleichzeitig die Leichtindustrie und Landwirtschaft zu fördern.

Die Schwerindustrie mit dem Maschinenbau als Herzstück ist die Stütze einer selbständigen Nationalwirtschaft. Solch ein Zweig ermöglicht es, wirtschaftlich und technisch selbständig zu sein und die gesamte Volkswirtschaft einschließlich der Leichtindustrie und Landwirtschaft auf der Grundlage der modernen Technik rasch voranzubringen. Das ist auch dringend notwendig, um die Lebenslage des Volkes systematisch zu verbessern und die Schwerindustrie überhaupt zügiger voranzubringen. Insbesondere die eigenständige Lösung des Nahrungsmittelproblems durch eine gute Arbeit in der Landwirtschaft ist äußerst bedeutsam, um den Wohlstand des Volkes zu sichern und ihm ein souveränes Leben zu gewährleisten.

Die Schaffung einer selbständigen Nationalwirtschaft setzt voraus, sie mit moderner Technik auszustatten und eine große Anzahl von technischen nationalen Kadern auszubilden.

Die technische Selbständigkeit ist ein unabdingbares Erfordernis der ökonomischen. Erst eine eigene entwickelte Technik ermöglicht es, die Naturschätze des Landes zu erschließen, effektiv zu nutzen und die Volkswirtschaft allseitig zu entfalten. Die Entwicklung der Technik ermöglicht es auch, die Werktätigen von ihrer körperlich schweren Arbeit zu befreien, die Unterschiede zwischen körperlicher und geistiger Arbeit zu verringern sowie die komplizierten und schwierigen Probleme beim Wirtschaftsaufbau und bei der Stärkung der Verteidigungskraft aus eigener Kraft zu lösen. Es ist eine Revolution, die technische Rückständigkeit der Volkswirtschaft zu liquidieren und sie mit moderner Technik auszustatten. Erst wenn alle Bereiche alle Reserven mobilisieren und die technische Revolution fortführen, kann die Technik schnell entwickelt sowie die ökonomische und technische Selbständigkeit in kurzer Frist erreicht werden.

Eine wichtige Vorbedingung besteht darin, die Frage der technischen nationalen Kader zu lösen, die dazu dienen, die Wirtschaft und Technik aus eigener Kraft voranzubringen. Die Bewältigung dieses Problems ist besonders in den Ländern, die unter dem Joch des Imperialismus weit hinter der modernen wissenschaftlich-technischen Zivilisation zurückgeblieben waren, eine dringliche Aufgabe bei der Schaffung einer neuen Gesellschaft. Daraus erwächst die

Notwendigkeit, sich für die Kulturrevolution einzusetzen und das kulturelle und technische Niveau der werktätigen Massen zu heben sowie eine große Formation von technischen nationalen Kadern heranzubilden, wenn die technische Revolution gemeistert und die ökonomische und technische Selbständigkeit gesichert werden soll. Wir sind verpflichtet, den vom Genossen Kim Il Sung angesteuerten Kurs auf die Intellektualisierung der ganzen Gesellschaft unermüdlich durchzusetzen, das kulturelle und technische Niveau der werktätigen Massen sowie die Qualifikation der Techniker zu erhöhen und eine noch größere Anzahl hochqualifizierter Fachleute auszubilden.

Die Schaffung einer selbständigen Nationalwirtschaft benötigt eine eigene solide Roh- und Brennstoffbasis.

Eine Abhängigkeit von ausländischen Roh- und Brennstoffen wäre gleichbedeutend damit, die Wirtschaft aufs Spiel zu setzen. Die auf Selbständigkeit, Stabilität und die Perspektive gerichtete Wirtschaft muss unbedingt eine eigene Roh- und Brennstoffbasis haben und den diesbezüglichen Bedarf im wesentlichen selbst decken. Die Naturschätze des Landes gilt es deshalb maximal zu mobilisieren und rationell zu nutzen und überhaupt die Struktur einer Juche-Industrie zu entwickeln, die sich auf die einheimischen Roh- und Brennstoffe stützt.

Das Prinzip, aus eigener Kraft zu schaffen, bedeutet nicht, solch eine Wirtschaft hinter verschlossenen Türen zu entwickeln. Sie richtet sich gegen die ökonomische Vorherrschaft und Abhängigkeit durch andere Länder, keineswegs aber gegen die internationale wirtschaftliche Zusammenarbeit. Insbesondere die enge wirtschaftliche und technische Zusammenarbeit der sozialistischen und der aufstrebenden Länder spielt eine große Rolle für ihre ökonomische Selbständigkeit und die Stärkung ihrer Wirtschaftsmacht.

Die Völker der aufstrebenden Länder treten heute gegen die Aggressions- und Raubpolitik der USA- und anderen Imperialisten auf, verteidigen die Souveränität und die Naturreichtümer ihrer Länder und ringen darum, der alten Wirtschaftsordnung, mit deren Hilfe einige wenige kapitalistische Mächte die Völker der meisten Länder der Erde willkürlich ausbeuten und ausplündern konnten, ein Ende zu setzen und eine neue, gerechte Weltwirtschaftsordnung zu schaffen. Die aufstrebenden Länder haben ein unerschöpfliches Potential an Menschen, unerschöpfliche Naturschätze und enorme ökonomische Potenzen. Sie haben auch manch gute Erfahrung und Technik, die sie miteinander austauschen können. Wenn die Völker dieser Länder die wirtschaftliche und technische Zusammenarbeit ausbauen und mit vereinter Kraft einen machtvollen Kampf entfalten, vermögen sie die Aggressions- und Raubpolitik der Imperialisten zu vereiteln, die nationale Würde und das Existenzrecht zu verteidigen und in kurzer Zeit die wirtschaftliche Selbständigkeit und das Gedeihen zu erreichen, ohne sich auf die Großmächte stützen zu müssen.

Eine wichtige Aufgabe bei unserem heutigen Aufbau der sozialistischen selbständigen Nationalwirtschaft ist darin zu sehen, das Juche in der Volkswirtschaft beschleunigt durchzusetzen, sie zu modernisieren und wissenschaftlich zu gestalten.

Das ist, wie Genosse Kim Il Sung sagte, eine strategische Linie, die beim sozialistischen und kommunistischen Wirtschaftsaufbau unentwegt befolgt werden muss. Uns obliegt es, uns unbeirrt an die Linie des Aufbaus einer selbständigen Nationalwirtschaft zu halten und intensiv dafür einzusetzen, dass das Juche in der Volkswirtschaft durchgesetzt, sie modernisiert und wissenschaftlich gestaltet wird, um die Selbständigkeit und den Juche-Charakter der Nationalwirtschaft zu untermauern, die technische Ausstattung dieser Wirtschaft weiter zu vervollkommnen sowie die ganze Produktion und Betriebswirtschaft wissenschaftlich zu fundieren.

(4) Selbstverteidigung zum Schutze des Landes

Es ist ein Grundprinzip beim Aufbau eines souveränen und unabhängigen Staates, die Selbstverteidigung zum Schutze des Landes zu sichern. Solange der Imperialismus existiert, kann solch ein Land ohne eine verteidigungsfähige Streitmacht das eigene Land vor inneren und äußeren Feinden nicht schützen und kein wahrhaft souveräner und unabhängiger Staat sein.

Der Imperialismus ist ein ständiger Kriegsherd, und die Haupteinpeitscher der heutigen Aggressionskriege sind die USA-Imperialisten.

Wir wollen, wie Genosse Kim Il Sung hervorhob, keinen Krieg, fürchten ihn aber keineswegs und betteln auch nicht bei den Imperialisten um Frieden. Der einzig richtige Weg zur Verteidigung der nationalen Unabhängigkeit und des Friedens wie auch für den Triumph der revolutionären Sache besteht darin, den Aggressionskrieg der Imperialisten mit einem Befreiungskrieg zu beantworten, der konterrevolutionären Gewalt mit der revolutionären Gewalt entgegenzutreten sowie sich in steter Abwehrbereitschaft vor Aggressionen und Kriegsmachenschaften der Imperialisten zu halten.

Aus diesem Grund ist das Prinzip der Selbstverteidigung unbedingt durchzusetzen.

Das ist die militärische Garantie der politischen Unabhängigkeit und wirtschaftlichen Selbständigkeit und die Gewähr, die Aggressionen und Interventionen des Imperialismus zurückzuschlagen, die politische Unabhängigkeit und wirtschaftliche Selbständigkeit zu bewahren, des Volkes aufrechtzuerhalten.

Das Prinzip der Selbstverteidigung durchsetzen heißt, aus eigener Kraft den eigenen Staat zu schützen. Natürlich kann er hierbei von Bruderländern und Freunden unterstützt werden. Man darf sich aber nicht von anderen erwarten, dass sie das Partnerland verteidigen. Die Hauptkraft sind jedenfalls die eigenen Kräfte, die vorbereitet sein müssen, damit auch die Hilfe vor, außen wirksam wird. Deshalb muss man sich in der Landesverteidigung vor allem auf das Vermögen des eigenen Volkes und die eigene Verteidigungsmacht stützen. Der Schutz des Landes ist auch Sache des Volkes für sich selbst. Wenn sich das Volk unter der Führung der revolutionären Partei als geschlossenes Ganzes zum nationalen Befreiungskampf und zum Schutze des Vaterlandes erhebt, kann es jeden imperialistischen Aggressor schlagen und die Unabhängigkeit des Landes sowie die Errungenschaften der Revolution verteidigen.

Für die Durchsetzung dieses Prinzips ist eine eigene verteidigungsfähige Streitmacht notwendig.

Sie besteht aus Söhnen und Töchtern des werktätigen Volkes. Nur eine Armee, deren Angehörige, ganz gleich, ob Soldat oder Kommandeur, Söhne, Töchter von Arbeitern, Bauern und anderen Werktätigen sind, ist fähig, die Einheit zwischen Armee und Volk und die zwischen Vorgesetzten und Unterstellten zu sichern, die Unabhängigkeit des Landes und die Errungenschaften der Revolution zu schützen sowie zu einer wahren verteidigungsfähigen Streitkraft zu werden, die dem Volke dient.

Zur Durchsetzung dieses Prinzips ist es erforderlich, ein das ganze Volk und den ganzen Staat umfassendes Verteidigungssystem zu schaffen.

Dafür ist die ganze Armee als Kaderarmee zu entwickeln und zu modernisieren. Die Verwandlung der ganzen Armee in eine Kaderarmee ermöglicht es, nicht nur ihre Macht zu stärken, sondern auch für den Kriegsfall die erforderlichen Führungskräfte zu sichern und so die Streitkräfte um ein Mehrfaches zu vergrößern. Die ganze Armee muss auch modernisiert werden. Solch eine Armee mit ihrer politisch-ideologischen Überlegenheit ist also eine wahre unbesiegbare Revolutionsarmee.

Die Schaffung eines das ganze Volk und den ganzen Staat umfassenden Verteidigungssystems erfordert außerdem, das ganze Volk zu bewaffnen und das ganze Land in eine Festung zu verwandeln. Wenn auf dieser Grundlage das ganze Volk mobilisiert wird, ist es möglich, die Feinde, wo sie auch immer angreifen mögen, rechtzeitig und konsequent zu vernichten und das Land zuverlässig vor den imperialistischen Anschlägen zu verteidigen.

Zur Durchsetzung des Prinzips der Selbstverteidigung muss die politisch-ideologische Überlegenheit der Volksstreitkräfte in starkem Maße zur Geltung gebracht werden.

Den entscheidenden Faktor für den Sieg im Krieg bilden nicht etwa die Waffen oder die Technik, sondern der große politische Enthusiasmus und die hohe revolutionäre Selbstaufopferung der Armee und der Volksmassen, die von der Gerechtigkeit ihrer Sache überzeugt sind. Der edle revolutionäre Geist, für die Freiheit und Befreiung des Volkes zu kämpfen, die unwandelbare Treue zur Partei und zum Führer, die außergewöhnliche Opferbereitschaft und der Massenheroismus, sogar die blühende Jugend und das Leben für das Vaterland und die Revolution bereitwillig ohne Zögern hinzugeben, die revolutionäre Kameradschaft zwischen den Kommandeuren und Soldaten und ihre engen Bande mit dem Volk wie auch die bewusste militärische Disziplin usw. - darin wurzelt die politisch-ideologische Überlegenheit, die nur eine Armee des Volkes, eine Armee der Revolution haben kann. Wie die Geschichte der revolutionären Kriege beweist, vermag eine Revolutionsarmee, die politisch-­ideologisch zuverlässig gewappnet ist, auch mit unterlegener Bewaffnung selbst den mit modernsten Waffen ausgerüsteten Gegner zu besiegen. Die politisch-ideologische Überlegenheit ist geradezu der wesenseigene Vorzug einer revolutionären Streitmacht und die Quelle ihrer Unbesiegbarkeit.

Deshalb gilt es, die Armee politisch-ideologisch zu festigen, das diesbezügliche Niveau ihrer Angehörigen ständig zu heben, um mittels der politisch-ideologischen Vorzüge der revolutionären Volksstreitkräfte die imperialistische Aggressionsarmee besiegen zu können.

Die Durchsetzung des Prinzips der Selbstverteidigung erfordert den Aufbau einer entsprechenden eigenen Industrie.

Sie bildet das materielle Unterpfand einer zur Selbstverteidigung fähigen Streitmacht. Besonders in der heutigen Zeit, in der die Imperialisten der USA und anderer Staaten verzweifelt versuchen, mit Waffenlieferungen andere Länder zu ködern, so Völker auszuplündern und Superprofite herauszuschlagen, ist es sehr bedeutsam, dass die jungen unabhängigen Staaten eine eigene, nationale Industrie zur Selbstverteidigung aufbauen. Für die kleinen Länder ist es natürlich schwer, alle derart notwendigen Ausrüstungen selbst herzustellen. Das heißt aber nicht, dass sie ganz auf fremde Waffen angewiesen sein dürfen. Es muss eine nationale Verteidigungsindustrie geschaffen und weiterentwickelt werden, um in jedem Falle das selbst zu produzieren, was mit eigenen Kräften möglich ist.

Das Prinzip der Selbstverteidigung verwirklichen heißt auch, das Hinterland zu festigen.

Sieg oder Niederlage im modernen Krieg hängt, wie unser Führer hervorhob, weitgehend davon ab, ob das für einen Krieg benötigte Potential an Menschen und Material für lange Zeit und ausreichend gesichert ist. Um einer Aggression zu widerstehen, sind die militärstrategisch wichtigen Gebiete zu befestigen, die notwendigen Mengen an Material zu bevorraten und rechtzeitig alle Vorbereitungen auf eine kontinuierliche Produktion auch während des Krieges zu treffen.

Unsere Partei, die sich unbeirrbar an den Kurs auf den parallelen Aufbau der Wirtschaft und der Landesverteidigung hält, hat großartige militärische und materielle Vorbereitungen getroffen sowie die Front und das Hinterland gleichermaßen konsolidiert, um einem Krieg zu widerstehen.

Wir werden weiterhin beim Schutz des Landes die Linie der Selbstverteidigung mit aller Konsequenz durchsetzen, so unsere Armee als unbesiegbare Streitmacht stärken, jegliche Aggressionsmachenschaften der Feinde zurückschlagen und das Heimatland und die Errungenschaften der Revolution zuverlässig schützen.

2) DIE ANWENDUNG SCHÖPFERISCHER METHODEN

Die schöpferischen Methoden sind bei der Erarbeitung und Verwirklichung der Linie, Strategie und Taktik für die Revolution anzuwenden, um die Revolution und den Aufbau getreu der Juche­-Ideologie durchführen zu können.

Alle Fragen der Revolution und des Aufbaus entsprechend diesen Methoden, gestützt auf die Schaffenskraft der Volksmassen und gemäß den realen Verhältnissen zu losen - das ist ein Prinzip, das in der revolutionären Bewegung stets zu befolgen ist.

(1) Die Methode, sich auf die Volksmassen zu stützen

Erfolge in der Revolution und beim Aufbau hängen schließlich davon ab, wie die Schaffenskraft der Volksmassen mobilisiert wird.

Nur mit Hilfe der Volksmassen ist es möglich, jedes schwierige Problem zu meistem, denn sie sind die entscheidende Triebkraft, um die Revolution und den Aufbau zügig voranzubringen.

Folglich ist es notwendig, entsprechend ihren Bedürfnissen und Bestrebungen eine klug durchdachte Politik zu erarbeiten und diese zu ihrer eigenen Sache zu machen.

Es sind die Volksmassen, die die Wirklichkeit sehr gut kennen und reiche Erfahrungen haben. Wer es versteht, das Anliegen und die Bedürfnisse der Volksmassen zu erfassen und zu verallgemeinern, vermag auch eine richtige Orientierung zu geben, die ihren Bestrebungen und Interessen entspricht, ihre Herzen zu entflammen und sie zum Kampf zu beflügeln. Bliebe dabei ihr Wille unberücksichtigt, könnten in der Leitung der Revolution und des Aufbaus subjektivistische Fehler auftreten und damit die Schaffenskraft der Massen erlahmen.

Wir brauchen nicht nur Richtungen, die dem Willen und den Bestrebungen der Volksmassen entsprechen, sondern sie sind ihnen auch gründlich zu erläutern und zu ihrer Sache selbst zu machen.

Schließlich setzen die Volksmassen die gesamte Linie der Partei durch. Sie akzeptieren die Politik der Partei erst dann als das Lebenswichtigste und ringen mit hohem Enthusiasmus und Schöpfertum, wenn sie deren Richtigkeit und die Wege zu ihrer Verwirklichung erkannt haben. Eine Richtlinie, von der sie nicht überzeugt sind, vermag sich im Leben kaum zu bewähren.

Die Massen müssen als politische Kraft vereint sein, um, gestützt auf ihr Schöpfertum, Revolution und Aufbau meistern zu können.

Das Vermögen der Massen liegt in ihrer Geschlossenheit. Sie können erst dann im revolutionären Kampf und beim Aufbau wahrhaft Erstaunliches vollbringen, wenn sie als ein einheitliches Ganzes fest verbunden sind.

Ihr eherner Zusammenschluss erfordert, die klassen- und massenverbundene Linie richtig miteinander zu verknüpfen.

Die Massenlinie muss bei strikter Einhaltung der Klassenprinzipien klug verwirklicht werden. Nur so ist es möglich, die feindlichen Elemente konsequent zu isolieren, die eigene Klassenposition zu festigen, die verschiedensten Schichten durch Erziehung und Umformung zu vereinen und ihren Leistungswillen in der Revolution und beim Aufbau bedeutend zu entfalten. Wenn im Sozialismus der Klassenkampf nicht richtig mit der Festigung der Geschlossenheit der Volksmassen kombiniert wird, linke und rechte Fehler entstehen, schwächt dies ihren Zusammenhalt und ihren revolutionären Elan, lähmt ihr Schöpfertum und fügt so der

Revolution und dem Aufbau gewaltigen Schaden zu.

Zur Entfaltung der Schaffenskraft der Volksmassen in der Revolution und beim Aufbau ist alles Alte zu bekämpfen, was das Neuerertum behindert. Besonders wichtig ist es hierbei, gegen Passivität und Konservatismus aktiv vorzugehen, denn das ist unerlässlich, um das Leistungsvermögen der Volksmassen stark zu entfalten sowie in der Revolution und beim Aufbau ständig Neuerungen zu vollbringen und einen ununterbrochenen Aufschwung zu gewährleisten.

In der Revolution und beim Aufbau ist eine starke Massenbewegung ins Leben zu rufen.

Diese Bewegung verkörpert die schöpferische Methode, die Geschlossenheit und die Zusammenarbeit der werktätigen Massen zu festigen und ihre unversiegbare Kraft voll zu entfalten, und eine revolutionäre Methode, mit der durch den Kampf des Volkes und kollektive Neuerungen der Aufbau des Sozialismus und Kommunismus beschleunigt wird. Jegliche Elemente zu bekämpfen, die die Bewegung der Massen hemmen, deren Bewusstsein und Schöpfertum stark zu beflügeln und ihren Kampf zu organisieren sowie unaufhörlich zu fördern - das alles trägt dazu bei, auch mit den schwierigsten Problemen fertig zu werden.

Die Anwendung der revolutionären Arbeitsmethode erweist sich als wichtig, um die Revolution und den Aufbau gestützt auf die Schaffenskraft der Massen durchführen zu können. Selbst wenn durchdachte Orientierungen gegeben sind, ist es ohne diese Methode keineswegs möglich, die Werktätigen zu deren Verwirklichung umsichtig zu mobilisieren und dem Vorhaben zum großen Erfolg zu verhelfen.

Genosse Kim Il Sung schuf bereits während des antijapanischen revolutionären Kampfes die den Kommunisten eigene revolutionäre Arbeitsmethode, die Juche-Arbeitsmethode.

Sie ermöglicht es den Volksmassen, die Position als Herr der Revolution und des Aufbaus zu wahren und ihrer Rolle vollauf zu entsprechen. Diese kommunistische Arbeitsmethode hat zum Inhalt: ständig zu den Massen gehen, die realen Verhältnisse tiefgründig erfassen, richtige Wege zur Lösung der Probleme finden, die unterstellten Organe durch die übergeordneten umsichtig unterstützen, in allen Arbeiten die politische Tätigkeit in den Vordergrund rücken, dadurch die Massen zur Erfüllung der revolutionären Aufgaben bewusst mobilisieren und alle Fragen ohne Schematismus und großes Gewese entsprechend den konkreten Verhältnissen und dem Milieu schöpferisch lösen. Diese Arbeitsmethode verlangt stets, Leben und Tod, Freud und Leid mit den Massen zu teilen, mit persönlichem Beispiel den Massen voranzugehen, sie anzuleiten und durch schlichten, bescheidenen und wohlwollenden Umgang all ihre schöpferische Initiative zu wecken.

Die Juche-Arbeitsmethode steht im völligen Gegensatz zu der Praktik, mit Geld und Knute die Menschen anzutreiben, oder zu der Manier des Administrierens und des Herumkommandierens.

Die Partei der Arbeiterklasse muss stets, sowohl vor und nach der Machtergreifung als auch im revolutionären Kampf und beim Aufbau, die revolutionäre Arbeitsmethode anwenden. Sie hat sie besonders nach der Machtergreifung entsprechend der Wirklichkeit ständig zu vervollkommnen als Voraussetzung, den revolutionären Enthusiasmus der Massen und ihre schöpferische Aktivität wirksam zur Geltung zu bringen sowie den Aufbau des Sozialismus und Kommunismus tatkräftig voranzubringen. Das dient auch dazu, Erscheinungen des Administrierens und des Bürokratismus, die in Regierungsparteien auftreten können. zu verhüten. Es ist eine prinzipielle Frage in der Revolution und beim Aufbau, dass sich die Partei der Arbeiterklasse an die revolutionäre Arbeitsmethode hält, auf die Massen zu vertrauen und ihre Schaffenskraft zu mobilisieren.

Unsere Pflicht ist es, die vom Genossen Kim Il Sung geschaffene und praktizierte revolutionäre Arbeitsmethode konsequent anzuwenden sowie die Schaffenskraft der Volksmassen voll zu entfalten, um die Revolution und den Aufbau zügiger voranzubringen.

(2) Anwendung von Methoden, die den realen Verhältnissen entsprechen

Aus einer revolutionären Bewegung erwächst die Forderung, bei der Lösung jeglicher Fragen von der Realität auszugehen, die sich verändert und entwickelt, und den konkreten Bedingungen des betreffenden Landes Rechnung zu tragen.

Der revolutionäre Kampf für den Sozialismus und Kommunismus wird zeitlich bedingt und unter den Verhältnissen des betreffenden Landes geführt. Ein allgemein annehmbares Rezept, das für alle Zeiten und alle Länder gültig sein könnte, kann und wird es niemals geben. Demnach ist jedes Problem stets auf die jeweilige Realität bezogen und schöpferisch zu lösen.

Damit der revolutionäre Kampf gemäß der eigenen Wirklichkeit richtig geführt werden kann, sind Politik, Strategie und Taktik unter exakter Berücksichtigung der subjektiven und objektiven Faktoren für die Revolution im eigenen Land festzulegen. Wer das ignoriert, wird bei deren Ausarbeitung in Subjektivismus geraten und der Revolution und dem Aufbau großen Schaden zufügen.

Im revolutionären Kampf ist es unerlässlich, den eigenen Kräften und dem politisch-ideologischen Faktor größere Bedeutung beizumessen. Wenn die Juche-Kräfte gestählt sind und die Volksmassen ein hohes Bewusstsein haben, kann die Revolution auch unter anderen ungünstigen Bedingungen aus eigener Initiative vorangebracht werden. Bei der Festlegung von Richtlinien der Revolution sind die Juche-Kräfte und der politisch-ideologische Faktor als das Wesentliche zu betrachten und durch dessen Stärkung tatkräftige gesellschaftliche Veränderungen zu bewirken.

Damit sich revolutionärer Kampf und Aufbauarbeit entsprechend der eigenen Realität vollziehen, muss man einen richtigen Standpunkt zu bisherigen Theorien einnehmen.

Die Leitsätze und Definitionen dieser Theorien sind, wie Genosse Kim Il Sung hervorhob, unter gründlicher Erwägung, welche Epoche und Forderungen sie widerspiegeln und unter welchen Voraussetzungen sie begründet wurden, entsprechend der eigenen Realität anzuwenden. Theorien, die nicht der revolutionären Praxis entsprechen, sind nutzlos. Ausgangspunkt bei der Leitung des revolutionären Kampfes und der Aufbauarbeit sind nicht die Leitsätze und Definitionen vorhandener Theorien, sondern ist die Wirklichkeit. Es geht nicht um die Klärung der Frage, ob ein Vorhaben mit den bisherigen Theorien übereinstimmt, sondern darum, den Bedürfnissen und Interessen der Volksmassen sowie den subjektiven und objektiven Bedingungen der betreffenden historischen Epoche zu entsprechen. Wenn ein Ziel auf den genannten Aspekten beruht, darf es keineswegs durch die herkömmlichen Leitsätze und Formeln eingeschränkt werden.

Der zielstrebige revolutionäre Kampf setzt voraus, den Bedingungen der Epoche und der eigenen konkreten Realität gemäß aktiv nach neuen Prinzipien und Wegen der Revolution sowie des Aufbaus zu suchen.

Das ist vor allem für unsere Gegenwart bedeutsam, in der Revolution und Aufbau außergewöhnliche neue Dimensionen angenommen haben sowie zahlreiche neue theoretische und praktische Probleme entstanden sind. Diese Epoche erfordert, die führende Theorie, Strategie und Taktik der Revolution entsprechend den Realitäten zu begründen und die revolutionäre Theorie der Arbeiterklasse schöpferisch weiterzuentwickeln.

In der theoretischen Tätigkeit unserer Partei, die übereinstimmend mit den heutigen Erfordernissen der revolutionären Praxis die Grundsätze und Wege der Revolution eigenschöpferisch ausgearbeitet hat, wurden die revolutionären Prinzipien des Marxismus-Leninismus verteidigt und die revolutionäre Theorie der Arbeiterklasse auf einer höheren Stufe weiterentwickelt; sie gab damit ein hervorragendes Beispiel.

In der Revolution und beim Aufbau ist es wichtig, einen kritischen und schöpferischen Standpunkt gegenüber den Erfahrungen anderer Länder zu beziehen.

Sie spiegeln schließlich deren sozialhistorische Bedingungen und nationale Besonderheiten wider. Für das eigene Land gibt es darin Brauchbares, Nützliches, Aspekte, die der eigenen Wirklichkeit entsprechen, aber auch Dinge, bei denen dies nicht zutrifft. Von den Erfahrungen anderer Länder sind nur solche zu übernehmen, die uns nutzen. Aber selbst dabei darf niemand undifferenziert vorgehen, sondern jeder muss die eigenen Realitäten berücksichtigen. Diesen Standpunkt gilt es unbedingt zu wahren.

Die Erfahrungen anderer muss man beachten, besser ist jedoch, dass man sich an die eigenen hält. Falsch ist das Bestreben, das Fremde unkritisch zu übernehmen und von guten Erfahrungen anderer Länder nicht aufrichtig lernen zu wollen. Es geht also um die Einstellung zu den Erfahrungen anderer Länder. Wir sind gegen die dogmatische Haltung, dass man die schöpferische Position verlässt, fremde Erfahrungen verherrlicht und das, was der eigenen Realität widerspricht, voll und ganz übernimmt, denn dieser Standpunkt hindert uns daran, eine den Erfordernissen der revolutionären Entwicklung und den Bestrebungen des Volkes unseres Landes gemäß zielklare Politik auszuarbeiten, und hemmt schließlich das Voranschreiten der Revolution und des Aufbaus.

Die Methode, wonach alles entsprechend den eigenen realen Bedingungen schöpferisch zu bewältigen ist, erweist sich als wissenschaftlich fundiert und revolutionär und ermöglicht es, Kriechertum und Dogmatismus eine Abfuhr zu erteilen sowie die Revolution und den Aufbau erfolgreich durchzuführen. 3) DIE HAUPTSACHE IST, DER IDEOLOGIE DIE GROSSTE BEDEUTUNG BEIZUMESSEN

In der revolutionären Bewegung kommt dem Selbstbewusstsein der Volksmassen die entscheidende Rolle zu. Daher gilt es, in der Revolution und beim Aufbau unbedingt die Ideologie in den Mittelpunkt zu rücken und die ideologische Umformung, die politische Arbeit zur Erhöhung des Bewusstseins und der Aktivität der Volksmassen allen anderen Tätigkeiten voranzustellen.

(1) Vorrang gebührt der ideologischen Umformung

Die ideologische Umformung ist wichtig, um Menschen kommunistischen Typs heranzubilden.

Eine der bedeutenden revolutionären Aufgaben zur Umgestaltung der ganzen Gesellschaft getreu der Juche-Ideologie sah Genosse Kim Il Sung darin, alle Mitglieder der Gesellschaft zu revolutionieren, nach dem Vorbild der Arbeiterklasse umzuformen und zu intellektualisieren und sie so als kommunistische Menschen des Juche-Typs zu entwickeln.

Der Aufbau des Sozialismus und Kommunismus setzt voraus, die Produktivkräfte zu entfalten und die sozialen Verhältnisse zu verändern. Zugleich sind die Menschen selbst zu allseitig entwickelten Menschen kommunistischen Typs umzuformen. Wie hoch das Entwicklungsniveau der Produktivkräfte und wie reich die Gesellschaft an materiellen Gütern sein mag, sie kann nicht als die kommunistische Gesellschaft betrachtet werden, wenn die Menschen, Herren der Gesellschaft, noch nicht kommunistisch umgeformt sind.

Die Herausbildung der Menschen zu solchen souveränen und schöpferischen Kräften erfordert, sie mit der kommunistischen Ideologie und den Erkenntnissen der modernen Wissenschaft und Technik auszurüsten und ihr kulturelles Niveau zu erhöhen.

Das Augenmerk ist vor allem darauf zu richten, dass sie sich die kommunistische Ideologie zu Eigen machen.

Die Umformung des Menschen bedeutet ihrem Wesen nach die Umformung seiner Ideologie. Die Ideologie bestimmt den Wert und die Würde des Menschen. Folglich geht es in erster Linie um die Umformung seiner Ideologie.

Die diesbezügliche ideologische Erziehung der Menschen ist schwerer als die Veränderung ihrer materiellen Lebensbedingungen und als die Erhöhung ihres kulturellen und technischen Niveaus. Das Bewusstsein der Menschen wird von ihrer sozialökonomischen Lage und ihren materiellen Lebensbedingungen beeinflusst, das heißt jedoch nicht, dass es sich deshalb von selbst verändert, weil sich ihre sozialökonomische Lage und die materiellen Bedingungen des gesellschaftlichen Lebens wandeln. Die Überbleibsel der alten Ideologie sind überaus hartnäckig. Die ideologische Erziehung ist also eine komplizierte und langwierige Arbeit, die nur durch energischen Kampf bewältigt werden kann.

Sie ist auch eine tief greifende Revolution, ein Kampf für die endgültige Ausmerzung der Rudimente der überlebten Gesellschaft im Bewusstsein der Menschen und für die Ausrüstung der Werktätigen mit der fortschrittlichen Ideologie der Arbeiterklasse, mit der kommunistischen Ideologie. Sie bildet die Hauptform des Klassenkampfes in der sozialistischen Gesellschaft, in der die Ausbeuterklassen liquidiert worden sind. Auch nach Errichtung der sozialistischen Ordnung muss man das Eindringen der reaktionären Ideologie und Kultur der Imperialisten verhindern und gleichzeitig konsequent die ideologische Revolution verwirklichen, damit die Rudimente der alten Ideologie im Bewusstsein der Menschen ausgemerzt und sie mit der neuen, kommunistischen Ideologie gewappnet werden können.

Hauptsächlich geht es darum, die revolutionäre Weltanschauung, die Anschauung über die Revolution herauszubilden.

Die Menschen müssen mit einer klaren Anschauung über die Revolution gewappnet sein, damit sie als glühende Revolutionäre kommunistischen Typs für die große Sache, den Sozialismus und Kommunismus, aufopferungsvoll kämpfen können, denn von dieser Anschauung hängt es ab, wie sie sich zur Revolution verhalten und mit welcher Aktivität sie daran teilnehmen.

In dieser Beziehung müssen sich unsere Parteimitglieder und alle anderen Werktätigen die auf Juche beruhende Anschauung über die Revolution zu eigen machen - den Standpunkt, in der Revolution die Volksmassen in den Mittelpunkt zu stellen, den revolutionären Geist des beharrlichen Kampfes für die Volksmassen.

Den Kern der Juche-Anschauung über die Revolution bildet die Treue zur Partei und zu dem Führer. Bahnbrecher der großen Sache, des Sozialismus und Kommunismus, sind die Führer, und sie wird von der revolutionären Partei und von ihnen geleitet, was die Voraussetzung für den Sieg der revolutionären Bewegung ist. Darum kommt es auf die unwandelbare Treue zur Partei und zum Führer an, denn das ist das Unterpfand für eine klare Anschauung über die Revolution.

Die Herausbildung solch einer Anschauung setzt voraus, sich fest mit der revolutionären Ideologie und Theorie auszurüsten, denn so befähigt man sich dazu, die Gesetzmäßigkeiten der revolutionären Entwicklung klar zu erkennen und mit festem Glauben in die Zukunft der Revolution zu schauen und in jeder komplizierten Lage ohne zu schwanken und zu zaudern konsequent zu kämpfen.

Eine klare Anschauung über die Revolution erfordert, vom kommunistischen revolutionären Geist durchdrungen zu sein, das bedeutet uneingeschränkte Opferbereitschaft, alles für die Partei, den Führer, die Arbeiterklasse und für das Volk einzusetzen, heißt brennender Hass auf den Feind der Revolution und willensstarker revolutionärer Geist, auch in jeder schwierigen Lage ohne zu schwanken mit revolutionärer Gesinnung bis zum Ende standhaft zu bleiben. Der kommunistische Geist bedeutet, den revolutionären Standpunkt, alles aus eigener Kraft zu schaffen, dabei Hindernisse und Schwierigkeiten auf dem weiteren Weg kühn zu überwinden, strenge Organisiertheit und Disziplin zu wahren, die Interessen der revolutionären Organisationen über alles zu stellen und ihre Disziplin bewusst einzuhalten. Wer von diesem Geist durchdrungen ist, kann als wahrer Revolutionär bezeichnet werden.

Von einer unerschütterlichen Anschauung über die Revolution beseelt ist derjenige, der sich zur revolutionären Ideologie und Theorie bekannt hat und vom kommunistischen revolutionären Geist geprägt ist.

Ob sich jemand solch eine Haltung erworben hat, wird die revolutionäre Praxis bestätigen, die ein machtvolles Mittel zur ideologischen Umformung wie auch der Bewährung der Ideologie der Menschen ist. Losgelöst vom praktischen Handeln kann die Ideologie der Menschen kaum eingeschätzt und geprüft werden. Die revolutionäre Praxis der Kommunisten ist der Kampf um die Durchsetzung der revolutionären Ideologie des Führers, der Politik der Partei. Derjenige, der sich dieser Sache verschrieben hat und alles daransetzt, um die Politik der Partei zu verwirklichen, ist ein wahrer Revolutionär vom kommunistischen Typ mit einer zuverlässigen Anschauung über die Revolution.

Diese Anschauung offenbart sich besonders in Zeiten harter Prüfungen. In einer schweren Situation zeigt der Mensch sein wahres Gesicht. Ein wirklicher Revolutionär ist fest mit der Juche-­Anschauung über die Revolution ausgerüstet, ist seiner Partei und seinem Führer bis zum letzten Augenblick ergeben, wenn er auch sein Leben dafür opfern muss, und bekennt sich selbst auf dem Schafott zur Revolution.

Jeder muss auf revolutionäre Weise unermüdlich lernen, um ein solcher Revolutionär kommunistischen Typs zu werden.

Das ist der Hauptweg, auf dem man sich mit der revolutionären Ideologie, Theorie, Strategie und Taktik wappnet. Wer nicht lernt, ist unfähig, sich die Wahrheit über den revolutionären Kampf anzueignen, hohes Klassenbewusstsein zu haben und sein Wissen über die Revolution zu mehren. Ein Revolutionär muss das Studium als seine erste Aufgabe ansehen und sein ganzes Leben lang lernen. Niemand darf nur um der Aneignung theoretischer Kenntnisse willen lernen. Es geht darum, die erworbenen revolutionären Theorien zur eigenen Gesinnung zu machen.

Ein Kommunist mit einer ausgeprägten Anschauung über die Revolution zeichnet sich auch dadurch aus, dass er in einer Organisation gewissenhaft mitwirkt.

Die Zugehörigkeit zu einer Organisation bedeutet eine revolutionäre Lebensweise, die sich aus dem Wesen der kommunistischen Bewegung ergibt, ist eine Schule der revolutionären Stählung, ohne die es undenkbar ist, zu Revolutionären heranzuwachsen und das politische Leben fortzuführen. Das physische Leben wird dem Menschen von seinen Eltern gegeben, aber erst durch die Betätigung in der Organisation erhält er das politische Leben, das sein Dasein sinnerfüllt gestaltet,

Das Wirken in der revolutionären Organisation muss stets mit einem tatkräftigen ideologischen Kampf einhergehen. Neben der ideologischen Erziehung rüttelt der energische ideologische Kampf die Menschen politisch wach, stärkt sie und vervollkommnet ihre ideologisch-geistigen Qualitäten. Der Partei der Arbeiterklasse obliegt es, für ein ständiges Organisationsleben zu sorgen und die Menschen durch den intensiven ideologischen Kampf zu glühenden Kommunisten zu entwickeln.

Die Bewährung eines Menschen in der revolutionären Praxis ist eine Voraussetzung dafür, dass er sich zu einem Revolutionär vom kommunistischen Typ mit einer klaren Anschauung über die Revolution formt.

Derjenige, der an der Revolution mitwirkt, stärkt in der Praxis des revolutionären Kampfes seine Ideologie und seinen Willen und eignet sich hier die Qualitäten und Würde eines Revolutionärs an. Der Klassenkampf ist die erbitterteste revolutionäre Auseinandersetzung, in der die Menschen ihr Klassenbewusstsein erhöhen und befähigt werden, zwischen Freund und Feind genau zu unterscheiden, und sich einen kompromisslosen Geist gegenüber dem Klassenfeind anerziehen. Der sozialistische Wirtschaftsaufbau ist ebenfalls ein bedeutender revolutionärer Kampf. Das aktive Mitwirken am praktischen Kampf für die Produktion und den Aufbau stärkt die Überzeugung von der Richtigkeit der Sache für den Sozialismus und Kommunismus, festigt den Glauben an deren Sieg und entwickelt den wahren revolutionären Geist der Arbeiterklasse und deren revolutionäre Charakterzüge.

Unsere Aufgabe besteht also darin, die Parteimitglieder und die anderen Werktätigen durch das revolutionäre Studium, das Organisationsleben und die revolutionäre Praxis zu wahren kommunistischen Kämpfern vom Juche-Typ mit einer unerschütterlichen Anschauung über die Revolution heranzubilden, die sich aufopferungsvoll einsetzen, um die vom Genossen Kim Il Sung begonnene revolutionäre Sache des Juche zu vollenden.

(2) Die politische Arbeit hat Vorrang

Die erfolgreiche Verwirklichung der revolutionären Aufgaben macht es notwendig, der politischen Arbeit den Vorrang zu geben und so die Menschen zu erziehen und zu mobilisieren.

Die Revolution und der Aufbau werden von den Menschen vollzogen, und die Erfolge im revolutionären Kampf und beim Aufbau des Sozialismus und Kommunismus hängen deshalb von der Arbeit mit den Menschen ab, die ihrem Wesen nach politische Tätigkeit und deren Objekt das Bewusstsein der Menschen ist. Diese Arbeit in den Vordergrund zu stellen heißt, vor allem die Volksmassen mit der Politik der Partei vertraut zu machen und ihren revolutionären Enthusiasmus zu erhöhen, damit sie sich bewusst und aktiv dem revolutionären Kampf und der Aufbauarbeit widmen und dabei gute Ergebnisse erzielen. Die Revolution wird überhaupt durch den bewussten Kampf verwirklicht. Niemand darf dazu gezwungen werden oder dies für ein Entgelt tun. Hier geht es einzig und allein um politische Überzeugung und bewusstes Handeln. Ein unwandelbares Prinzip im revolutionären Kampf besteht folglich in erster Linie darin, stets politisch zu wirken und so das Selbstbewusstsein und die Aktivität der Menschen zu erhöhen,

Das ist eine Forderung, die dem Wesen der sozialistischen Ordnung entspringt. In der sozialistischen Gesellschaft sind die Volksmassen - im Gegensatz zur kapitalistischen Gesellschaft, in der sie unterdrückt und ausgebeutet werden - Herren über alles, und so ist es gesetzmäßig, sich auf ihr hohes politisches Bewusstsein und ihre revolutionäre Aktivität zu stützen. Durch vorrangige politische Arbeit die bewusste Aktivität der Werktätigen, der Herren der Revolution, zu erhöhen, ist Voraussetzung dafür, die Vorzüge der sozialistischen Ordnung zu entfalten und den sozialistischen Aufbau dynamisch voranzubringen.

In erster Linie politisch wirksam zu sein, bedeutet nicht, die staatliche und fachliche, die technische und wirtschaftliche Arbeit außer acht zu lassen.

Wie aus der Darlegung des Genossen Kim Il Sung zu ersehen ist, muss die politische Arbeit vorangehen, die mit den anderen genannten Arbeiten richtig zu verbinden ist. Der Aufbau des Sozialismus und Kommunismus ist ein höchst organisiertes und zugleich kompliziertes Vorhaben, das in der ganzen Gesellschaft nach einem Plan verläuft und auf der Grundlage der neuesten Wissenschaft und Technik zu meistern ist. Dieses Vorhaben setzt kategorisch eine präzise staatliche organisatorische Arbeit sowie eine wissenschaftlich begründete technische und ökonomische Tätigkeit voraus. Diese Sache geht jedoch erst dann zügig voran, wenn in erster Linie politische Arbeit geleistet wird. Lässt man sie außer acht und klammert sich nur an eine fachliche, technische oder ökonomische Betätigung, kann keine revolutionäre Aufgabe gut gelöst werden.

Das Schwergewicht muss auf den politisch-moralischen Ansporn gerichtet und der materielle Anreiz richtig damit verbunden werden, um die Volksmassen erfolgreich zum Aufbau des Sozialismus zu mobilisieren.

Das wesentliche Merkmal der sozialistischen Gesellschaft besteht in ihrem kommunistischen Charakter, aus dem sich der politisch-moralische Anreiz ergibt, der dazu beiträgt, diesen Charakter zu festigen. Die sozialistische Gesellschaft ist natürlich eine Übergangsperiode, die das sozialistische Prinzip der Verteilung nach Qualität und Quantität der geleisteten Arbeit erforderlich macht sowie eine Ablehnung materieller Stimulierung nicht zulässt. Es widerspricht jedoch dem Grundcharakter der sozialistischen Ordnung, den politisch-moralischen Ansporn zu unterschätzen und auf das materielle Interesse das Schwergewicht zu legen. Das wäre eine außerordentlich gefährliche Abweichung, die bei den Werktätigen Egoismus fördert, sie nur materiell interessiert und schließlich die sozialistische Ordnung wie auch die Errungenschaften der Revolution aufheben würde. Im Sozialismus geht es in erster Linie um die politisch-moralische Stimulierung. Die wesentliche Überlegenheit der sozialistischen Ordnung besteht darin, dass die Volksmassen, die Herren über alles geworden sind, in festem Zusammenschluss bewusst für das Land und das Volk, für die Gesellschaft und das Kollektiv arbeiten. Erst wenn auf die politisch-moralische Stimulierung das Schwergewicht gelegt wird, werden die Volksmassen dazu bewogen, mit der klaren Einstellung als Herren der Revolution bewusst und aktiv mitzuwirken.

Die politische Tätigkeit ist mit den Methoden der Überzeugung und Erziehung zu leisten. Sie ist Arbeit mit den Menschen, die zum Ziel hat, ihr Bewusstsein zu mobilisieren. Bürokratische Methoden, das Befehlen und Kommandieren, vermögen niemals bewusste Aktivität hervorzurufen. Allein die Überzeugung und Erziehung, geduldiges Erläutern und Wachrütteln können die Menschen mit der revolutionären Ideologie wappnen, deren revolutionären Elan und unerschöpfliche Schaffenskraft optimal zur Geltung bringen und auch die Verbindung der Partei mit den Massen festigen.

Die politische Arbeit muss durch vielfältige Formen und Methoden sowie mit neuem Schwung durchgeführt werden. Sie findet unter verschiedenen Bedingungen und Situationen statt und ist eine schöpferische Arbeit mit Menschen, deren Niveau und Eigenschaften unterschiedlich sind. Sie darf deshalb nicht nach einem fertigen Rezept und Schema durchgeführt werden, sondern muss der Wirklichkeit entsprechen, mit mannigfaltigen Formen und Methoden, gehaltvoll und operativ erfolgen.

Die politische Arbeit, die die breitesten Schichten des Volkes erzieht und mobilisiert, muss in den Massen selbst entfaltet werden, denn mit der Kraft einiger weniger kann sie nicht bewältigt werden. Revolutionäre müssen fähig sein, unter den Massen politisch, erzieherisch und organisatorisch zu wirken.

Die Methode, wonach einer zehn Mitmenschen, zehn hundert und hundert tausend Personen erziehen und in Bewegung bringen, ist, wie Genosse Kim Il Sung feststellte, hervorragend, die zahlreiche Menschen zur Mitwirkung an der politischen Arbeit bewegt und diese Aktivität zu ihrer eigenen Angelegenheit macht.

Die politische Arbeit muss eng mit der revolutionären Praxis verknüpft werden, weil sie das wichtige Ziel verfolgt, die revolutionären Aufgaben ergebnisreich zu erfüllen. Die politische Aktivität muss in der Revolution und beim Aufbau praktische Erfolge bringen, nach denen sie zu beurteilen ist. Politische Arbeit, die mit den revolutionären Aufgaben nichts gemein hat und kaum zur Revolution und zum Aufbau beiträgt, ist nutzlos.

Wir müssen uns weiter an das Prinzip halten, nach dem vor allem politisch zu wirken ist und dessen Richtigkeit und Lebenskraft in der revolutionären Praxis bestätigt wurde, und den Sozialismus und Kommunismus schneller und besser aufbauen.

5. DIE HISTORISCHE BEDEUTUNG DER JUCHE-IDEOLOGIE

Die Juche-Ideologie übt auf das geistige Leben der Menschheit und auf den Prozeß der revolutionären Umwälzung der Welt großen Einfluss aus. Diese Ideologie findet bei den Völkern der Erde ein starkes Echo und gibt der Bewegung unserer Epoche, die nach Dschadschusong strebt, einen enormen Aufschwung.

Die Juche-Ideologie wurde zu einer allgemein anerkannten Strömung der Zeit, ihre Ausstrahlungskraft und umwälzende Wirkung nehmen mit der Geschichtsentwicklung ständig zu.

Diese Ideologie bringt die wahrhaft revolutionäre Weltanschauung unseres Zeitalters, der Juche-Epoche, zum Ausdruck Das ist ein bedeutsamer historischer Beitrag der Juche­-Ideologie zur Entwicklung des Gedankengutes der Menschheit und zur großen Sache, ihrer Befreiung.

Die Menschen entwickelten im Laufe ihrer langen Geschichte ihre Ansichten über die Welt, ihren Standpunkt und ihre Einstellung zu ihr.

Während der Entwicklungsgeschichte der Weltanschauung fand die Auseinandersetzung zwischen den beiden entgegengesetzten philosophischen Strömungen, dem Materialismus und Idealismus, statt, zwischen der Dialektik und Metaphysik. Der Marxismus sicherte in diesem Kampf den Sieg des Materialismus und der Dialektik. Die Herausbildung der marxistischen Weltanschauung der materialistischen Dialektik spiegelt die Forderungen der damaligen Epoche wider. Mit dem Erscheinen der Arbeiterklasse auf dem Schauplatz der Geschichte begann die neue Epoche der Menschheitsgeschichte. Die neuen historischen Bedingungen, unter denen die Revolution gegen das Kapital begann, verlangten gebieterisch eine revolutionäre Ideologie, die die sich zum Kampf erhobene Arbeiterklasse von der Notwendigkeit des Untergangs des Kapitalismus und des Sieges des Sozialismus überzeugen sollte. Zu jener Zeit stand die Aufgabe im Vordergrund, den Idealismus und die Metaphysik, die dazu benutzt wurden, die reaktionäre Herrschaft des Kapitals als Heiligtum zu verteidigen und deren Ewigkeit zu predigen, zu entlarven und die wissenschaftlich fundierte Weltanschauung der Arbeiterklasse zu begründen. Diese epochale Forderung spiegelte sich in der Schaffung der materialistischen und dialektischen Weltanschauung wider.

Die Entwicklung eines Zeitalters wird von der fortschrittlichen Weltanschauung begleitet. Im Laufe der ständigen Ausbreitung und Weiterentwicklung der Revolution, die mit dem Erscheinen der Arbeiterklasse begann, brach die neue Epoche an, in der die werktätigen Volksmassen, die bis dahin nur Objekt der Geschichte waren, als deren Herren auftraten. Die neue Epoche, in der die Volksmassen, vor allem die Arbeiterklasse, als eine über die Welt herrschende große Kraft zu handeln begannen, verlangte eine neue Weltanschauung, die ihnen dazu verhilft, ihr Schicksal selbst und schöpferisch als Herr zu gestalten und die historische Aufgabe, die Befreiung der Nation, der Klasse und des Menschen, siegreich zu verwirklichen. Diese von der Geschichte gestellte Aufgabe wurde mit der Begründung der Juche-Ideologie hervorragend gelöst.

Sie umriss die Weltanschauung der neuen Epoche, ist im Hinblick auf ihre philosophischen Grundsätze, die den Grundstein der Juche-Ideologie bilden, völlig neu und eigenschöpferisch.

Seinerzeit wurde die Wechselwirkung zwischen der Materie und dem Bewusstsein, zwischen dem Sein und Denken als die Grundfrage der Philosophie betrachtet. Der Marxismus geht in seinen Thesen über den Materialismus davon aus, dass die Materie und das Sein das Primäre sind, und gibt somit eine klare, wissenschaftlich fundierte Antwort auf die Grundfrage der Philosophie.

Da die Frage nach dem Ursprung der Welt vom materialistischen Standpunkt aus geklärt wurde, stellte nun die Juche-Ideologie die Frage im Zusammenhang mit der Stellung und Rolle des Menschen in der Welt als die Grundfrage der Philosophie und beantwortete die Frage: Wer ist Herr in der Welt?

Die philosophischen Prinzipien der Juche-Ideologie, die die Stellung und Rolle des Menschen als Herr in der Welt verdeutlichte, beruhen auf der neuen Auffassung vom Menschen.

Die Frage im Zusammenhang mit dem Menschen war auch Gegenstand ungezählter Debatten unter den früheren Philosophen. Doch der Begriff vom Menschen bestand losgelöst von den gesellschaftlichen Beziehungen und beruhte auf rein abstrakten Auffassungen über ihn. Die Frage nach dem Wesen des Menschen wurde vom Marxismus im Zusammenhang mit den gesellschaftlichen Beziehungen aufgeworfen und geklärt.

Die Juche-Ideologie umriss in ihrer Betrachtung des Menschen in diesem Zusammenhang seine Wesenszüge in neuer Weise. Sie brachte klar zum Ausdruck, dass der Mensch ein gesellschaftliches Wesen ist, das in sich Dschadschusong, Schöpfertum und Bewusstheit vereinigt hat, und legte somit von philosophischer Warte aus ein in sich geschlossenes Menschenbild dar. Die Juche-Ideologie ging von der wissenschaftlichen Darlegung aus, dass der Mensch ein gesellschaftliches Wesen ist, und untermauerte den philosophischen Grundsatz, dass der Mensch Herr über alles ist und alles entscheidet. Das ist eine philosophische Entdeckung, die eine Wende in der Weltanschauung mit sich brachte.

Die Idee, dass der Mensch Herr aller Dinge ist und über alles entscheidet, das heißt, Herr der Welt und seines Schicksals ist, dass er die Welt umgestaltet und auch seine Geschicke selbst gestaltet, steht im völligen Gegensatz zum Idealismus und zur Metaphysik. Der Idealismus geht auf den Mystizismus zurück, nach dem eine übernatürliche “Kraft” über die Welt und Geschicke des Menschen herrsche, und die Metaphysik auf den Fatalismus, nach dem alles in der Welt fixiert und unveränderlich sei und sich deshalb der Mensch seinem gegebenen Schicksal fügen solle. Der Gedanke, dass der Mensch Herr der Welt und seines eigenen Schicksals und dazu fähig ist, die Welt umzugestalten und seine Geschicke selbst zu gestalten, setzt den Standpunkt des Materialismus und der Dialektik voraus, die den Mystizismus wie auch den Fatalismus ablehnen.

Die Juche-Ideologie definierte eigenschöpferisch die These, dass der Mensch, das höchste Produkt der entwickelten Materie, über die Welt herrscht, sie umgestaltet und entwickelt. Damit umriss sie die neue Grundlage der Weltanschauung, die dem philosophischen Grundsatz des Juche zugrunde liegt und den Menschen in den Mittelpunkt stellt.

Die Geschichte weist Weltanschauungen verschiedener Kategorien auf, aber mit keiner von ihnen war es möglich, den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen und auf dieser Grundlage ihren Standpunkt und ihre Einstellung zur Welt zu erhellen. Die Materialisten, die der Ansicht waren, die Welt bestehe aus der Materie, erwiesen sich seinerzeit ebenfalls als außerstande, den Menschen in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stellen und davon ausgehend ihren Standpunkt und ihre Einstellung zur Welt darzulegen, geschweige denn von den Idealisten, die darauf beharren, dass die Welt aus dem Ideellen, Geistigen bestehe.

Von der Juche-Ideologie aus gesehen, ist der Mensch nicht einfach ein Teil der Welt, sondern der Herr über die Welt, und sie schuf somit eine neue Weltanschauung, die - zum Unterschied vom bisherigen Herangehen - den Menschen in den Mittelpunkt stellt, und dementsprechend ist auch ihre Auffassung von der Welt, ihren Veränderungen und ihrer Entwicklung. Der Juche-Standpunkt, wonach man den Menschen ins Zentrum stellt und so sich zur Welt verhält, ist ein unerschütterliches Unterpfand, das die souveräne und schöpferische Erkenntnisfähigkeit und Praxis des Menschen untermauert, der die Welt umgestaltet und selbst sein Schicksal entscheidet.

Die Juche-Ideologie, die diesen Gesichtspunkt darlegte, erneuerte die Auffassung von der Gesellschaft und Geschichte. Auch diejenigen, die seinerzeit den Materialismus und die Dialektik anerkannten, vertraten in der vormarxistischen Zeit gegenüber der Gesellschaft und der Geschichte noch den idealistischen Standpunkt. Der Marxismus wies nach, dass die Gesellschaft, so wie die Natur, Materie ist und sich nach den allgemeinen Gesetzmäßigkeiten ihrer Entwicklung verändert und entwickelt, und so widerlegte er die idealistische Auffassung von der Gesellschaft und der Geschichte.

Die Juche-Ideologie erkannte die allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der Entwicklung der Materie an, die auf die Gesellschaft und Geschichte einwirken, und legte dabei die ihnen eigenen Gesetzmäßigkeiten dar. Darin besteht das bedeutsame Verdienst der Juche-Ideologie, das sie durch die vollendete Darlegung der Auffassung der Arbeiterklasse von der Gesellschaft und Geschichte erwarb.

Subjekt der Geschichte sind die Volksmassen; die sozialhistorische Bewegung ist eine souveräne und schöpferische Bewegung der Volksmassen. Im revolutionären Kampf spielt das Bewusstsein der Volksmassen eine entscheidende Rolle. Dieser sozialhistorische Grundsatz macht den Hauptinhalt der auf Juche beruhenden Geschichtsauffassung aus. Das klärt in neuer Weise Wesen, Charakter und Triebkraft der sozialhistorischen Bewegung der Volksmassen als Subjekt.

Die Juche-Ideologie bringt einen neuen Standpunkt und eine neue Einstellung zur Geschichtsentwicklung und zur sozialen Revolution zum Ausdruck, die die Volksmassen als Subjekt in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stellen.

Diese Weltanschauung, die die Ansichten über die Gesellschaft und Geschichte umriss und in deren Mittelpunkt der Mensch steht, führte eine große Wende in der Entwicklung der Weltanschauung herbei. Die revolutionäre Weltanschauung der Arbeiterklasse wurde erstmalig vom Marxismus herausgebildet, die sich nun durch die Juche-Ideologie auf einer weiteren Stufe weiterentwickelt und vollendet hat.

Sie ist eine revolutionäre Weltanschauung, die die neue Epoche, das Juche-Zeitalter, vertritt, und führt auf richtigen Bahnen die Vorwärtsbewegung der Menschheit, die alle reaktionären und konterrevolutionären ideologischen Strömungen konsequent zurückschlägt sowie nach Souveränität, Unabhängigkeit, Sozialismus und Kommunismus strebt.

Die Juche-Ideologie hat die revolutionäre Theorie der Arbeiterklasse auf eine höhere Stufe gehoben, und darin liegt auch ihr historischer Beitrag zur revolutionären Sache der Arbeiterklasse, der Sache der Menschheit für die Befreiung.

Es ist eine lange Zeit vergangen, nachdem sich die revolutionäre Theorie der Arbeiterklasse herausgebildet hatte, und die revolutionäre Bewegung schritt sehr weit voran. Die revolutionäre Praxis der neuen Epoche erforderte, eine revolutionäre Theorie entsprechend den neuen historischen Bedingungen zu entwickeln. Die Juche-Ideologie begründete den Grundsatz der Revolution, dass die Volksmassen die Herren der Revolution und des Aufbaus und deren Triebkraft sind, und machte es somit möglich, auf der Grundlage dieser These die neuen, von unserer Epoche geforderten revolutionären Theorien darzulegen.

Die Juche-Ideologie ist das stabile Fundament für die Entwicklung der revolutionären Theorien des Juche-Zeitalters. Auf ihrer Grundlage die revolutionäre Ideologie zu entfalten, bedeutet, dass man die werktätigen Volksmassen, die Herren der Revolution und des Aufbaus, in den Mittelpunkt stellt und so auf die Grundsätze und Gesetzmäßigkeiten der revolutionären Bewegung verweist.

Anliegen der revolutionären Bewegung in der Juche-Epoche ist es, die werktätigen Volksmassen in den Mittelpunkt zu stellen und, davon ausgehend, die revolutionäre Theorie weiter zu entwickeln. Nur dieses Herangehen in die Sache ermöglicht es unserer Epoche, in der die werktätigen Volksmassen Herren über die Welt sind und sich der revolutionäre Kampf, auf ihr Selbstbewusstsein und ihre Schaffenskraft gestützt, allseitig und tiefgehend entfaltet, die Gesetzmäßigkeit der revolutionären Bewegung klar darzulegen. Die Juche-Ideologie stellte die Volksmassen in den Mittelpunkt und entwickelte auf dieser Grundlage die revolutionäre Theorie. Dadurch war es möglich, die revolutionäre Theorie für die Durchsetzung des Dschadschusong der Volksmassen allseitig zu entwickeln und die revolutionäre Theorie der Arbeiterklasse, auch die Theorien über die Befreiung der Nation, der Klasse und des Menschen, zu einer in sich abgeschlossenen kommunistischen Theorie zu machen, die die Theorien über die Umgestaltung der Gesellschaft, Natur und über die Umformung des Menschen als ein einheitliches Ganzes untermauert.

Beim Ausbau der revolutionären Theorie die werktätigen Volksmassen in den Mittelpunkt zu stellen - das ist ein stabiles Unterpfand dafür, die revolutionäre Theorie, Strategie und Taktik entsprechend dem Wesen der revolutionären Bewegung weiterzuentwickeln.

Die revolutionäre Theorie, Strategie und Taktik sind dafür zu nutzen, dass sie den Interessen der werktätigen Volksmassen dienen und ihre Rolle verstärken, da alle revolutionären Bewegungen für die werktätigen Volksmassen und durch sie selbst geführt werden. Der Wert einer Theorie wird dadurch bestimmt, inwieweit sie die Interessen der Volksmassen verficht und die Macht einer Strategie und Taktik ist davon abhängig, inwiefern sie ihre Rolle verstärken. Da die Juche-Ideologie von Dschadschusong, Schöpfertum und der Bewusstheit der Volksmassen ausgeht, vermochte sie solche Theorie, Strategie und Taktik darzulegen, die die Grundinteressen der Volksmassen verteidigen, sowie ihre große revolutionäre Aktivität und unversiegbare Schaffenskraft voll zu entfalten und die revolutionäre Theorie der Arbeiterklasse zu der machtvollsten revolutionären Theorie zu machen, die die Interessen der werktätigen Volksmassen konsequent verficht und ihre Rolle optimal verstärkt.

Die Juche-Ideologie ist auch eine Richtschnur, die uns in die Lage versetzt, die voran gegangenen revolutionären Theorien objektiv zu beurteilen. Das Entstehen dieser Theorien der Arbeiterklasse setzte die Bedingungen und Aufgaben jener Epoche voraus, die sich von der heutigen unterscheidet, aber sie haben in ihrem Ideal und ihrer Mission Gemeinsamkeiten mit der revolutionären Theorie, die auf der Juche-Ideologie beruht. Sie geht von dem Prinzip aus, die anderen Theorien und Erfahrungen schöpferisch auszuwerten, und macht es somit möglich, sie entsprechend den Erfordernissen der revolutionären Praxis unserer Epoche in die Tat umzusetzen und weiterzuentwickeln. Diese Ideologie hält sich insbesondere an den Standpunkt, das Dschadschusong der Arbeiterklasse und der werktätigen Volksmassen mit aller Konsequenz durchzusetzen und zu verfechten, und ermöglicht es, den Revisionismus, der die Revolution auf halbem Weg aufgibt oder den Klassenkampf ignoriert, und alle anderen Tendenzen des Opportunismus klar zu erkennen und zu überwinden, die Klassenprinzipien und den Geist der kontinuierlichen Revolution in der revolutionären Theorie der Arbeiterklasse unerschütterlich zu verteidigen.

Das Juche ist die wahrhaft revolutionäre Theorie der Arbeiterklasse der Juche-Epoche und eine unsterbliche kommunistische Idee, der im Kampf um Dschadschusong der werktätigen Volksmassen der endgültige Sieg beschieden ist.

Eine bedeutende Ideologie hat eine entsprechende Praxis zur Folge. Die große Juche-Ideologie, die den neuen philosophischen Grundsatz und die neuen Gesetzmäßigkeiten der sozialhistorischen Bewegung und der revolutionären Bewegung sowie die Leitprinzipien der Revolution und des Aufbaus wissenschaftlich erläutert, brachte in der revolutionären Praxis eine große Wende mit sich.

Die Juche-Ideologie verkörperte sich vor allem in der koreanischen Revolution in hervorragender Weise und erzielte einen grandiosen Sieg.

Die Juche-Ideologie ist die führende Ideologie in der koreanischen Revolution, und losgelöst von dieser Ideologie sind Siege undenkbar. Die koreanische Revolution konnte, da sie unter dem Banner dieser Ideologie voranging, ihre durch Kriechertum und Dogmatismus verursachte schmerzliche Geburt überstehen, allen Schwierigkeiten trotzen und sich siegreich den Weg des harten Kampfes bahnen.

Diese Ideologie führte die Revolution und den Aufbau auf einen neuen geraden Weg, den bisher noch niemand gegangen war. Die koreanische Revolution bahnte einen zielklaren Weg zur Befreiung der Nationen in den Kolonien, eröffnete den kürzesten Weg zum Sozialismus. Durch diese Revolution wurde ein neues, höchst sinnvolles, das sozialistische Leben geschaffen, das alle Welt als “Vorbild für den Sozialismus” bezeichnet, und sie schreitet siegreich auf einem neuen Weg dem Sozialismus und Kommunismus entgegen. Da die Juche-Ideologie die Zukunft wies, konnten wir auf dem schnellsten Weg voranschreiten und in einem kurzen Zeitabschnitt im Kampf um Souveränität, Unabhängigkeit und Sozialismus große Siege erringen, die die Welt in Erstaunen versetzen.

Die Juche-Ideologie ist bei uns unbestreitbare Wirklichkeit geworden. Die von unserem Volk vollzogenen Umwälzungen und die von ihm geschaffenen großen Reichtümer in diesem Jahrhundert sind kostbare Früchte dieser Ideologie. Unser Volk ist auf die hervorragenden Siege und Leistungen sehr stolz, die es unter dem Banner der Juche-Ideologie vollbracht hat, und entfaltet den historischen Kampf für die Umgestaltung der ganzen Gesellschaft getreu dieser Ideologie.

Die Juche-Ideologie spiegelt den gemeinsamen Wunsch der Völker, die nach Dschadschusong streben, wider und übt somit großen Einfluss auf die Entwicklung der revolutionären Bewegung unserer Epoche aus, in der eine neue Welt der Souveränität geschaffen wird.

Diese Ideologie öffnete einen neuen und breiten Weg zur Revolution, auf dem sie selbständig und schöpferisch verwirklicht wird.

Unsere Epoche, in der sich die revolutionäre Bewegung in jedem Nationalstaat in vielfältiger Form entfaltet, verlangt, dass jedes Volk seiner Rolle gerecht wird, wobei es sich zutiefst bewusst sein muss, dass es der Herr der Revolution ist. Das ist umso dringender als noch Einflüsse schädlicher ideologischer Tendenzen, des Kriechertums und des Dogmatismus, fortbestehen. Die Juche­-Ideologie zeigte klar, wie die Revolution selbständig und schöpferisch verwirklicht werden kann, und ermöglichte es damit jedem Volk, sich aus den Fesseln aller überlebten Ideen, die die selbständige Entwicklung behindern, zu befreien, sich gründlich seiner Verantwortung als Herr der Revolution bewusst zu werden, aus eigener Initiative und eigener Überzeugung die Politik, die den realen Bedingungen des eigenen Landes entspricht, auszuarbeiten und die Revolution mit eigener Kraft zu verwirklichen. Der Weg, auf dem die Revolution selbständig und schöpferisch geführt werden kann, steht nun offen, und es ist den Völkern, die sich unter verschiedenen historischen Bedingungen und auf unterschiedlicher Entwicklungsstufe befinden, vergönnt, voller Siegeszuversicht die nationale und klassenmäßige Befreiung zu erreichen und zügig den Sozialismus und Kommunismus aufzubauen.

Die Juche-Ideologie öffnete der internationalen kommunistischen Bewegung, die im Geiste des Dschadschusong voranschreitet, neue Bahnen und eine neue Epoche der Entwicklung internationaler Beziehungen.

In jedem Land wird die kommunistische Bewegung von der revolutionären Partei und vom Volk selbständig geführt, die zum Ziel hat, alle Formen der Abhängigkeit und Diskriminierung abzuschaffen, damit sie zum wahren Herrn des eigenen Schicksals werden. Folglich darf es in der kommunistischen Bewegung keine Beziehungen wie zwischen Herrn und Untergebenen und auch keine Beziehungen der Unterwerfung geben. Das Dschadschusong ist der Lebensnerv für die Länder und Nationen, und zwischen ihnen darf keine Herrschaft und Abhängigkeit, kein Befehlen und keine Unterwerfung geduldet werden. Die Juche-Ideologie stellte Dschadschusong als das Grundprinzip der Beziehungen zwischen den Parteien bzw. Staaten auf und führte dadurch eine Wende in der kommunistischen Weltbewegung und in der Entwicklung der internationalen Beziehungen herbei. Das Prinzip des Dschadschusong garantiert heute die Entwicklung der kommunistischen Weltbewegung und zeigt wie nie zuvor unerschütterlich die große Lebenskraft der Beziehungen zwischen den kommunistischen und Arbeiterparteien. Es ist ebenfalls ein allgemein anerkanntes Prinzip der Entwicklung zwischenstaatlicher Beziehungen der jungen unabhängigen Staaten und der anderen Länder mit unterschiedlichen Gesellschaftsordnungen, eine machtvolle Waffe gegen die Imperialisten, die gewaltsam Abhängigkeit und Diskriminierung durchsetzen wollen.

Die Juche-Ideologie ist fürwahr das unvergängliche Banner des Kampfes der Volksmassen für die Schaffung einer neuen Welt und für die Gestaltung ihrer eigenen Geschicke, das Banner des Sieges.

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Unsere Partei und unser Volk beschreiten mit dem großen Führer Genossen Kim Il Sung an der Spitze und unter dem Banner der Juche-Ideologie bereits über ein halbes Jahrhundert lang den Weg des ruhmreichen Kampfes und des Sieges und müssen ihn auch in Zukunft unter diesem hocherhobenen Banner energisch weiter führen.

Unsere Revolution hat noch nicht gesiegt, vor uns stehen nach wie vor komplizierte und schwere revolutionäre Aufgaben. Nur wenn wir weiterhin unter dem hocherhobenen Banner der Juche-­Ideologie kämpfen, vermögen wir alle Schwierigkeiten zu überwinden und Prüfungen zu bestehen, die Heimat zu vereinigen und den Sozialismus und Kommunismus zum endgültigen Sieg zu führen.

Wir müssen uns fester denn je mit der Juche-Ideologie ausrüsten, die Politik der Partei, die Verkörperung dieser Ideologie, konsequent durchsetzen und auf diese Weise das Programm unserer Partei, die Umgestaltung der ganzen Gesellschaft getreu der Juche-Ideologie, mit Erfolg in die Tat umsetzen.

Die Umgestaltung der ganzen Gesellschaft getreu der Juche-Ideologie setzt voraus, dass sich die Parteimitglieder und alle anderen Werktätigen konsequent diese Ideologie aneignen, damit sie immer und überall auf dem von ihr gewiesenen Weg entschlossen kämpfen.

Bei der Ausrüstung der Genossen und aller anderen Werktätigen mit der Juche-Ideologie und ihrer Anwendung kommt der wissenschaftlich-theoretischen Arbeit eine wichtige Rolle zu.

Nur wenn das Studium und die Propagierung der Juche-Ideologie vorrangig durchgeführt werden, ist es möglich, sie fest mit der revolutionären Juche-Weltanschauung auszurüsten und die Juche-Ideologie in der Revolution wie auch beim Aufbau tiefgreifend zu verwirklichen.

Alle Mitarbeiter auf wissenschaftlich-theoretischem Gebiet müssen sich ihrer großen Verantwortung zutiefst bewusst sein und bei der Forschung und Propagierung der Juche-Ideologie eine neue Wende herbeiführen.

Der Gesellschaftswissenschaft obliegt es, die Juche-Ideologie und die von ihr beleuchteten Ideen und Theorien gründlich zu studieren.

Die Gesellschaftswissenschaftler sind verpflichtet, die Grundsätze und Leitprinzipien der Juche-Ideologie sowie alle Ideen und Theorien, die sich auf sie stützen, allseitig zu studieren und die Leistungen und Erfahrungen, die Ergebnisse bei der Anwendung des Juche, die unsere Partei in der Revolution und beim Aufbau vollbracht bzw. gesammelt hat, gründlich zu erforschen.

Unsere Gesellschaftswissenschaft muss auf die von der revolutionären Praxis gestellten aktuellen Fragen eine klare wissenschaftliche Antwort geben. Aufgabe der in der Gesellschaftswissenschaft Tätigen ist es, bei ihrer verstärkten Forschung der Juche-Ideologie vorwiegend an die Lösung praktischer Probleme heranzugehen und so alle Fragen in der Revolution und beim Aufbau wissenschaftlich fundiert zu klären.

Die Juche-Ideologie öffnete einen breiten Weg, auf dem sich alle Bereiche der Gesellschaftswissenschaft auf einer neuen Grundlage entwickeln können.

Unsere Pflicht ist es, die Forschungsarbeiten, deren ideologische und theoretische Grundlage und Methodik das Juche ist, unablässig zu intensivieren und weiterzuentwickeln. Auf diese Weise ist die gesamte Gesellschaftswissenschaft durch neue Forschungsergebnisse zu bereichern.

Wir müssen die Bildung im Geiste der Juche-Ideologie verstärken.

Unsere Bildungsorgane sind eine Bastion für die Erziehung in der Juche-Ideologie, und unsere Schulbildung muss von ihr durchdrungen sein.

Alle Bildungsorgane sind aufgerufen, die Qualität der Erziehung in der Juche-Ideologie entschieden zu verbessern, damit sich bei den Abgängern der höheren Mittelschulen die Grundlage für die revolutionäre Juche-Weltanschauung bildet und die Hochschulabsolventen zu Funktionären entwickelt werden, die sich mit dieser Weltanschauung fest ausgerüstet haben.

Vor allem müssen die Hochschulen die Erziehung in der Ideologie und Theorie des Juche verstärken. Diese Lehranstalten müssen die Ausbildung in dieser Weltanschauung mit der Vermittlung von Fachkenntnissen eng verknüpfen. Den Fakultäten für Gesellschaftswissenschaften der Hochschulen obliegt es, die Studenten mit der revolutionären Weltanschauung des Juche vertraut zu machen und zugleich die Fachausbildung zu intensivieren, damit hervorragende Spezialisten entwickelt werden, die ideologisch und theoretisch fest auf dem Juche-Standpunkt stehen.

Unter den Funktionären und allen anderen Parteimitgliedern und Werktätigen ist das Studium der Juche-Ideologie zu aktivieren.

Die theoretische Propaganda der Partei ist darauf gerichtet, sie zuverlässig mit der Juche-Ideologie zu wappnen.

Diese Ideologie ist ein kostbarer geistiger Nährboden, auf dem wahre Revolutionäre vom Juche-Typ ihr politisches Leben fortführen. Um ein solcher Revolutionär zu werden, sollte jeder gründlich die Juche-Ideologie studieren.

Die Kader und alle anderen Parteimitglieder und Werktätigen müssen jederzeit unermüdlich lernen, um sich die Ideologie und Theorie des Juche anzueignen.

Mitarbeiter auf wissenschaftlich-theoretischem Gebiet und der Massenmedien haben viele bedeutende Bücher und Artikel zu schreiben, die die Juche-Lehre tiefschürfend erläutern, und so aktiv dazu beizutragen, die Funktionäre und alle anderen Genossen und Werktätigen fest mit der Juche-Ideologie auszurüsten.

Auf wissenschaftlich-theoretischem Gebiet gilt es, die reaktionäre bürgerliche Ideologie und alle Strömungen des Opportunismus verstärkt zu bekämpfen und die Reinheit der Juche-­Ideologie konsequent zu verteidigen.

Die Mitarbeiter auf diesem Gebiet haben das reaktionäre Wesen und die Schädlichkeit aller feindlichen ideologischen Strömungen, die der Juche-Ideologie zuwiderlaufen, aufs schärfste zu entlarven und dabei die Infiltration auch der geringsten unserer Klasse und Revolution fremden ideologischen Einflüsse mit aller Konsequenz zu verhindern. Sie sind verpflichtet, kompromißlos gegen die reaktionären und konterrevolutionären ideologischen Strömungen, darunter gegen die bürgerliche und feudalkonfuzianische Ideologie, gegen Revisionismus, Kriechertum und Dogmatismus, vorzugehen und die Machenschaften aller Reaktionäre und Opportunisten zu durchkreuzen und so die Juche-Ideologie standhaft zu verfechten.

Unseren Mitarbeitern auf wissenschaftlich-theoretischem Gebiet ist aufgetragen, die große Juche-Ideologie zu ihrer unerschütterlichen Gesinnung zu machen, die gesamte wissenschaftlich fundierte theoretische Aktivität gründlich darauf zu orientieren, die Juche-Lehre zu erforschen, zu propagieren, zu verfechten und in die Tat umzusetzen sowie die Größe und Richtigkeit der Juche-Ideologie allumfassend und tiefschürfend zu erläutern und zu propagieren.

In der Revolution und beim Aufbau spielen die Gesellschaftswissenschaftler und Mitarbeiter auf theoretischem Gebiet, die Träger und Propagandisten progressiver Ideen, eine überaus große Rolle.

Ich bin davon überzeugt, dass die gesellschaftswissenschaftlichen Mitarbeiter unserer Partei als aktive Verfechter und Propagandisten der Juche-Ideologie ihrer Mission und Pflicht nachkommen und hervorragend zum Kampf um die Vollendung der revolutionären Sache des Juche beitragen werden.

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